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Projektdokumentation Der stadtweite Dialog "Stadtumbau Wilhelmshaven" wurde im September 2003 mit einer großen Auftaktveranstaltung erfolgreich gestartet und in Arbeitskreisen zu den Themenbereichen Wohnen, Handel, Innenstadt, Wirtschaft, Versorgung und Kultur, Freizeit, Bildung mit entsprechenden Untergruppen fortgeführt. Die Arbeitsgruppen wurden geleitet von lokalen Experten der jeweiligen Themenbereiche; die Teilnehmer kamen aus Behörden, Verbänden, Vereinen und Unternehmen. Der Zukunftsdialog wurde durch einen Flyer, eine Website, einen Newsletter und die lokale Präsenz in Form eines Stadtumbaubüros unterstützt. 2005 wurden die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen zu einem Stadtumbaukonzept mit Handlungsempfehlungen zusammengeführt. Parallel zur Durchführung des stadtweiten Dialogverfahrens erfolgte
eine Bestandsaufnahme für den Stadtteil Fedderwardergroden. Seit
Anfang 2005 wurde darauf basierend in Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft
Jade mbH ein Stadtteilentwicklungsplan (11 MB) mit städtebaulichen
Wegweiserprojekten formuliert. Begleitet wurde die Konzepterstellung
durch einen Stadtteildialog bei dem die Vorschläge der Gutachter
zur Entwicklung des Stadtteils vorgestellt und diskutiert wurden. Der
Stadtteilentwicklungsplan wurde im Juli 2006 vom Stadtrat zur Kenntnis
genommen. Eine Umsetzung vorgeschlagener Maßnahmen scheiterte
allerdings zunächst daran, dass die Wohnungsbaugesellschaft Jade
mbH als Eigentümerin der meisten Wohngebäude von einer Private
Equity-Gesellschaft an eine weitere Private Equity-Gesellschaft verkauft
wurde und der Stadtumbau derzeit nicht Schwerpunkt der Geschäftspolitik
des Unternehmens darstellt. Bestandteil der konzeptionellen Überlegungen
in Fedderwardergroden war auch eine Machbarkeitsstudie mit der die Chancen
der Ausgründung von Wohnungsteilbeständen in genossenschaftliche
Trägerform überprüft wurden. Eine zeitnahe Umsetzung
dieser Strategie ist aktuell nicht zu erwarten. Die Stadt Wilhelmshaven hat aufbauend auf dem Stadtumbaukonzept seit 2005 ergänzende und konkretisierende konzeptionelle Arbeiten vorgenommen: So wurde eine Vorbereitende Untersuchung für angrenzende Bereiche des Innenhafens mit dem Ziel durchgeführt, durch städtebauliche Maßnahmen weitere Impulse für die Entwicklung des Gründerzeitquartiers Südstadt/Bant zu geben. Weiterhin ist 2007 ein "Integriertes städtisches Entwicklungs- und Wachstumskonzept" erarbeitet worden, das als Grundlage für die Anmeldung von EFRE-Fördergebieten im Maßnahmebereich "Erneuerung und Entwicklung städtischer Gebiete" dient. Im Sommer 2004 und Herbst 2005 ist der Wohnungsleerstand von der Stadt
Wilhelmshaven in Zusammenarbeit mit dem Stromversorger GEW (Gas, Elektrizität,
Wasser GmbH) analysiert worden (Stromzählergestützte
Leerstandsanalyse).
Die Erhebung auf Basis abgemeldeter Stromzähler über einen
Zeitraum von drei Monaten zeigt im Ergebnis einen gesamtstädtischen
Leerstand von 5% auf, wobei der Leerstand v.a. in den verdichteten gründerzeitlichen
Quartieren rund um die Innenstadt überproportional hoch (z.T. >
15%) ist. Im Jahr 2005 hat die Stadt Wilhelmshaven zudem zusammen mit drei Privatunternehmen
eine - bereits auch in anderen Pilotstädten diskutierte - öffentlich-private
Entwicklungsgesellschaft gegründet, die den Stadtumbau in einem
von vielen Einzeleigentümern geprägten innenstadtnahen Quartier
unterstützen soll. Nähere Informationen zur Arbeit der Entwicklungsgesellschaft
sind der Unternehmenswebsite
sowie einem Vortrag des Geschäftsführers
der Gesellschaft im Rahmen des Fachöffentlichen Forums im September
2006 in Kassel zu entnehmen. Impulsprojekte im Stadtteil Siebethsburg Impulsprojekte im Stadtteil Fedderwardergroden Im zwischen Innenstadt und Hafen gelegenen Gründerzeit-Stadtteil
Südstadt/Bant wurden keine Impulsprojekte mit Fördermitteln
des ExWoSt-Forschungsfelds Stadtumbau West durchgeführt. Das Gebiet
fand aber Berücksichtigung im Rahmen einer Fallstudie des Forschungsfeld-Gutachtens
zur Rolle privater Eigentümer im Stadtumbau. Die Dokumentation
der Ergebnisse als Werkstatt:Praxis-Heft des Bundesamtes für Bauwesen
und Raumordnung einschließlich der Fallstudie zum Stadtteil Südstadt/Bant
finden Sie hier. Das Übersichtsdokument zum Pilotvorhaben Wilhelmshaven mit Würdigung der Erkenntnisse im ExWoSt-Forschungsfeld finden Sie hier. |
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