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Wildflecken
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Herausforderungen und Strategien (Situationsbeschreibung zu Beginn des Forschungsfeldes) Die
3.500 Einwohner zählende Gemeinde Wildflecken - in der bayerischen
Rhön zwischen Würzburg und Fulda gelegen - war seit den 1930er
Jahren Spielball militärischer Interessenslagen. Noch zu Beginn des
20. Jahrhunderts war Wildflecken eine dörfliche Siedlung. Erst der
Bau eines Truppenübungsplatzes, eines Lagers, einer Munitionsanstalt
und einer Heeresverpflegungsanstalt 1937/38 veränderte die dörflichen
Strukturen nachhaltig. Die Arbeitskräfte, die für den Bau der
militärischen Einrichtungen notwendig waren, wurden schon damals
in einer eigens errichteten Arbeitersiedlung an der Fleischhauerstraße
im Altort Wildflecken untergebracht. |
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| Nach dem 2. Weltkrieg wurden alle militärischen Anlagen,
die seit Ende der 1930er Jahre entstanden waren, von den Amerikanern übernommen
und durch weitere Anlagen ergänzt. 1956 zog die Bundeswehr in das
von den Amerikanern unterhaltene Lager ein. Im Bereich der früheren
Munitionsanstalt wurde später die "Rhönkaserne" eingerichtet.
Bereits 1949 hatte sich dort in der Nachbarschaft eine Papierhülsenfabrikation
angesiedelt, die heute mit 500 Arbeitsplätzen Hauptarbeitgeber und
-steuerzahler der Gemeinde ist. Das Militär übte in mehrerlei Hinsicht einen entscheidenden
Einfluss auf die gemeindliche Entwicklung aus: Einerseits stellten die
Amerikaner eine große Zahl ziviler Arbeitsplätze zur Verfügung,
andererseits belebte die Stationierung von alleine 8.000 amerikanischen
Soldaten mit ihren Angehörigen das örtliche Handels- und Dienstleistungsgewerbe.
Darüber hinaus schuf das Militär die strukturellen Voraussetzungen
für die Ansiedlung einiger Unternehmen in Wildflecken. Durch den Abzug der Amerikaner im Jahr 1994 kam die bis dahin günstige Entwicklung zu einem jähen Stillstand. Alleine 830 zivile Arbeitsplätze gingen verloren. 1995 schloss dann auch noch die Rhönkaserne am alten Standort und hinterließ eine Konversionsfläche von ca. 30 Hektar.
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Für
eine kleine Kommune steht Wildflecken vor einem großen Umbauprozess:
Im zentralen Ortsteil Wildflecken wird ein Teilabriss von Gebäudezeilen
zu organisieren sein, bei gleichzeitiger Modernisierung der verbleibenden
Bestände. Im ca. drei Kilometer entfernten Oberwildflecken, in dem
ehemals die Munitionsanstalt und die Rhönkaserne angesiedelt waren,
ist ebenfalls der Rückbau von Wohnungen vorzunehmen und eine Nachnutzungsperspektive
für das ca. 30 Hektar große Konversionsgelände der Kaserne
zu erarbeiten.
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| Eine Kommune der Größe von Wildflecken verfügt
weder über die Personalressourcen noch die fachlichen Kompetenzen,
um die skizzierten Aufgaben alleine anzugehen. Bei ihren Bemühungen,
Strategien zur Bewältigung des konversionsbedingten Wandels zu entwickeln,
ist die Gemeinde verstärkt auf die Beauftragung von Planungs- und
Dienstleistungsunternehmen und auf die Unterstützung durch Fachbehörden
angewiesen. |
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Die Stadtumbau West-Teilnahme verschafft diesen Anstrengungen neue
Schubkraft, |
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