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Impulsprojekte
(Vorhabenplanung zu Beginn des Forschungsfeldes)
Stadtumbau West versetzt Salzgitter seit Ende 2002 in die Lage, konzeptionelle
Arbeiten für die Gesamtstadt voranzutreiben. Die Erarbeitung des
integrierten Stadtentwicklungs- und Handlungskonzeptes, welches ein
räumliches Leitbild mit Entwicklungszielen, definierten Handlungsfeldern
und Finanzierungsaussagen zum Stadtumbau beinhaltet, wurde 2004 abgeschlossen.
Parallel
zur Bearbeitung des Stadtentwicklungskonzeptes fand ein intensiver Dialog
mit der lokalen Wohnungswirtschaft über die Durchführung investiver
Impulsprojekte statt. Ergebnis dieses Dialogs sind Maßnahmen zur
Anpassung von Mietwohnungsbeständen an die heutigen Bedarfe hinsichtlich
Ausstattung und Wohnumfeld. Diese Anpassung kann auch die Errichtung
von Einfamilien- bzw. Reihenhäusern auf bisher für den Geschosswohnungsbau
genutzten Standorten in zentrumsnahen Lagen einschließen. Berücksichtigung
finden ebenfalls Aspekte der Einzelhandelsversorgung.
Als Investitionsvorranggebiet erster Priorität wurde im Stadtentwicklungskonzept
das so genannte Seeviertel im Stadtteil Lebenstedt ausgewiesen, in dem
seit Sommer 2004 erste Impulsprojekte umgesetzt werden:
Impulsprojektgebiet Seeviertel
Das so genannte Seeviertel befindet sich in einer exponierten Lage zwischen
der Innenstadt und dem Naherholungsgebiet Salzgittersee. Die städtebauliche
Situation des Quartiers, das in den 1960er und 70er Jahren entstanden
ist, wird durch drei- bis achtgeschossige Bauten geprägt, die zum
Teil erhebliche Leerstände sowie eine veraltete Infrastruktur aufweisen.
Im
Rahmen des ExWoSt-Forschungsfeldes ist ein Rückbau von zwei achtgeschossigen
Gebäuden mit je 48 Wohnungen der Wohnungsbaugesellschaft Munte
Immobilien vorgesehen. Hierbei handelt es sich um bisher nicht sanierte
Plattenbauten der 1960er Jahre, die durch Modernisierungsstau, nicht
marktgerechte Wohnungsgrößen (Zwei-Zimmer-Wohnungen à
52 Quadratmeter) und eine ungünstige Lage gekennzeichnet sind.
Als Nachnutzung auf der durch Rückbau freigelegten Fläche
ist ein Pflegeheim für psychisch kranke Senioren vorgesehen. Darüber
hinaus ist der Umbau und die Umnutzung eines im Quartier gelegenen Einkaufszentrums,
das aufgrund seines unwirtschaftlichen Zuschnitts keine Bedeutung für
die Nahversorgung mehr hat, geplant. Zudem soll auf dem Gelände
ein "Marktplatz der Kommunikation" errichtet werden, der verschiedene
soziale und Dienstleistungsangebote abdeckt. Zentraler Bestandteil ist
dabei der bereits in anderen Räumlichkeiten bestehende Stadtteil-Treff
der Diakonie, der von den Eigentümern der umliegenden Immobilien
mitfinanziert wird.
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