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Saarbrücken-Burbach
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Herausforderungen und Strategien (Situationsbeschreibung zu Beginn des Forschungsfeldes)
Für Burbach war dieser Umbruch ein tiefer Einschnitt. Viele Bewohner
gerieten in eine soziale Randlage. Der alten Identität und dem
Selbstbewusstsein des Stadtteils ist die Grundlage verloren gegangen.
Private Bausubstanz, Infrastruktur und Freiflächen wurden nicht
mehr in ausreichendem Maße instand gehalten. Dennoch ist es in
den vergangenen rund zehn Jahren gelungen, die Neunutzung und Inwertsetzung
des Burbacher Hüttengeländes, der Drahtseilfabrik Heckel und
des Bahnausbesserungswerkes als moderne Standorte für Informationstechnologie,
Dienstleistung und Handwerk einzuleiten. Die "neuen Standorte"
heißen heute "Saarterrassen", "IT ParkSaarland"
und "aw hallen". Die Entwicklung der "aw hallen"
als Handwerkerstandort befindet sich noch in der Startphase, der "IT
ParkSaarland" in der Erweiterungsphase und auf den "Saarterrassen"
ist die Revitalisierung bereits weitgehend abgeschlossen. Die positive Entwicklung an den transformierten Standorten der Montanindustrie
hat zu einem unerwünschten Nebeneffekt geführt: Der Arbeits-
und Wohnstadtteil Burbach verlor seine homogene Struktur. Die ehemalige
Einheit von Arbeiten und Wohnen, die den Stadtteil zu Montanzeiten geprägt
hat, besteht heute nicht mehr. Die Burbacher Bevölkerung konnte
bislang kaum von den Entwicklungen der neuen Wirtschaft profitieren.
Den gut bezahlten Arbeitsplätzen steht eine bei fast allen maßgeblichen
Sozialindikatoren benachteiligte Bevölkerung im "alten Stadtteil"
gegenüber. Verstärkt wird dieser Gegensatz durch die optischen
Unterschiede: Architektonische Highlights auf der einen Seite stehen
stark sanierungsbedürftigen Gebäuden und städtebaulichen
Missständen auf der anderen Seite gegenüber. Saarbrücken-Burbach steht nun vor der Herausforderung, durch gezielte
städtebauliche Interventionen das Spannungsverhältnis zwischen
dem marginalisierten Wohnquartier und den erfolgreichen Unternehmensstandorten
aufzulösen. Saarbrücken-Burbach ist im Sommer 2003 in das Bund-Länder-Programm
"Die soziale Stadt" aufgenommen worden. Ein integriertes Handlungskonzept
für die Stadtteilentwicklung wurde im Oktober 2003 in Auftrag gegeben.
Im Zuge der Vorarbeiten zur Aufnahme des Stadtteils in das Programm
"Die soziale Stadt" wurden folgende vier Handlungsfelder als
"Zukunftsthemen" der Stadtteilentwicklung Burbachs definiert: Handlungsfeld 1: Stärkung des Burbacher
Zentrums Die Aktivitäten im Zuge des Programms "Die soziale Stadt"
und die Impulsprojekte im Rahmen von Stadtumbau West werden eng miteinander
verzahnt. In Stadtumbau West stehen vorrangig bauliche Aufgabenstellungen
in den Handlungsfeldern 1 und 2 zur Bearbeitung an. Im Handlungsfeld
2 werden potenziellen Baumaßnahmen Untersuchungen der Situation
des Burbacher Wohnungsmarktes vorgeschaltet, da die Chancen und Potenziale
Burbachs hinsichtlich seiner zukünftigen Rolle als Wohnstandort
unter den aktuellen demographischen und wohnungswirtschaftlichen Rahmenbedingungen
noch unklar sind.
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