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Projektdokumentation (Stand 2007/2008) Der Entwurf eines Innenstadtentwicklungskonzeptes von 2002 wurde im
Rahmen der Laufzeit des ExWoSt-Forschungsfeldes zum Stadtentwicklungskonzept
Pirmasens weiterentwickelt. Dieses Stadtentwicklungskonzept gliedert
sich in zwei Teile, wobei der Teil I gesamtstädtische Analysen
und Fachkonzepte vom Städtebau über Wohnen, Gewerbe, Einzelhandel
bis zur technischen Infrastruktur beinhaltet. Wichtige investive Bausteine
dieses Stadtentwicklungskonzeptes sind drei Impulsprojekte bzw. -themen. Impulsprojekt Rheinberger Wichtige Bausteine bei der Revitalisierung des Gebäudekomplexes
waren die Konzeption einer öffentlichen-privaten Partnerschaft
und die Investorensuche: Im Zuge einer europaweiten Ausschreibung wurde
ein Investor
gefunden mit dem die Stadt Anfang 2006 eine Projektgesellschaft gegründet
hat. Dazu wurden ein städtebaulicher Vertrag, ein Gesellschaftsvertrag
und ein Kaufvertrag zwischen der öffentlichen Hand, vertreten durch
die Stadt Pirmasens und dem Land Rheinland-Pfalz sowie den privaten
Kooperationspartnern - den Gebrüdern Schweitzer - unterzeichnet.
Die Stadt hat zusammen mit dem Land Rheinland-Pfalz die Grundfinanzierung
des Projektes in Höhe von rund 11 Mio. EUR übernommen, um
das Gebäude in einen Zustand der Vermietbarkeit zu bringen. Die
Gebrüder Schweitzer bringen im Gegenzug rund 6 Mio. EUR in die
Gesellschaft ein, um insbesondere die Ausbauinvestitionen im gewerblichen
Bereich zu finanzieren. Nähere Informationen zur Projektgesellschaft
finden Sie in einer Präsentation
von Herrn Emil Schweitzer, auch Inhaber des Architekturbüros Schweitzer
in Pirmasens, anlässlich einer Projektwerkstatt im November 2006
sowie in einem Auswertungspapier
vom Januar 2007. Als "Ankerprojekt" ist das so genannte Science-Center "Dynamikum"
mit dem Leitthema "Bewegung" im Rheinberger untergekommen
- die ehemalige Schuh- wird so zu einer "Wissensfabrik", die
im April 2008 ihre Eröffnung feierte. Nähere Informationen
zum Vorhaben finden Sie hier.
Ein weiterer Baustein des Rheinbergerprojektes ist die Vermietung hochwertiger
Geschäftsräume. Zwei Lokalzeitungen haben ihre Geschäftsstellen,
Redaktionen und Anzeigenabteilungen bereits in den Rheinberger verlagert.
Eine lokal ansässige, weltweit agierende Firma plant ihre Schulungs-
und Ausstellungsräume im Rheinberger einzurichten. Die frühere
Turbinenhalle soll als Restaurant mit vorgelagertem Bistro genutzt werden;
in den Turmbau werden weitere Büroflächenutzer einziehen und
eine Penthousewohnung vorgehalten. Eine Präsentation
von Herrn Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis beim Fachöffentlichen
Forum in Essen 2007 dokumentiert, mit welcher Geschwindigkeit nach Abschluss
der öffentlich-privaten Partnerschaft die Wiederbelebung des Rheinbergers
vorangeschritten ist. Impulsprojekt Messeumfeld Impulsthema Wohnen
Ein weiteres Impulsvorhaben im Impulsthema Wohnen stellt eine Flächenneuordnung
mit Grundstückserwerb im innenstadtnahen Ortsteil Schachen dar.
Diesem Ortsteil wurden im Stadtentwicklungskonzept eine hohe Wohnattraktivität
und Chancen für Innenentwicklung attestiert. Um diese wichtigen
Innenentwicklungspotenziale ausschöpfen zu können, hat die
Kommune unter Prüfung von Alternativen ein Grundstück von
der Post AG gekauft, dessen alte Nutzung aufgegeben worden war und für
dessen Nachnutzung der ehemalige Eigentümer die Errichtung eines
Postverteilzentrums erwog. Durch ein vorausschauendes kommunales Immobilien-
und Flächenmanagement konnten das Interesse der Post AG beziehungsweise
entsprechende Investitionen an einen stadtverträglicheren Standort
gelenkt und gleichzeitig Chancen der Attraktivierung des Wohnstandortes
Schachen einschließlich möglicher Investitionspotentiale
im Bereich Wohnen erschlossen werden (Näheres hierzu hier). Das Übersichtsdokument zum Pilotvorhaben Pirmasens mit Würdigung der Erkenntnisse im ExWoSt-Forschungsfeld finden Sie hier. |
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