Projektdokumentation

(Stand 2007/2008)

Für eine Großstadtverwaltung wie Essen mit mehr als 10.000 Beschäftigten war es eine besondere Herausforderung, einen Stadtumbau-Prozess, der alle Geschäftsbereiche der Verwaltung integriert, zu initiieren. Vor dem Hintergrund dieser aufwändigen Koordinierungsaufgabe wurde ein Erarbeitungsverfahren für den Stadtentwicklungsprozess "Essen-Perspektive 2015+" gewählt, bei dem ein moderierendes Unternehmen die Prozesssteuerung der verwaltungsinternen Abstimmung übernahm.

Meilensteinworkshop im Stadtentwicklungsprozess "Essen-Perspektive 2015+"Im Dezember 2004 wurde der Auftrag für die Moderation des Stadtentwicklungsprozesses nach vorheriger Beteiligung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Stadtplanung nach aussen vergeben. Zudem wurde beschlossen, eine Projektgruppe zum demographischen Wandel in der Verwaltung einzurichten.

Im Januar 2005 fand die Auftaktveranstaltung im Lenkungskreis, der aus den Geschäftsbereichsvorständen zusammengesetzt ist, statt. Es wurden sieben fachbezogene Arbeitsgruppen gebildet, die unter Moderation des beauftragten Büros zwischen Januar und Dezember 2005 ihre inhaltliche Arbeit vollzogen. Diese Arbeit stützte sich auf eine Strukturdatenanalyse, in der die für eine Stadtumbau-Strategie bedeutsamen Rahmenbedingungen formuliert werden. Anfang April 2005 fand ein Workshop zur Diskussion des Leitbildes statt, bei dem alle Prozessbeteiligten zusammenkamen (Zeitplan, Organigramm). Informationen zum Vorgehen finden Sie hier. Im November 2005 trafen ca. 60 Projektbeteiligte zu einem Meilensteinworkshop zusammen, bei dem vorgeschlagene Impulsprojekte auf ihre Kompatibilität mit Leitbild und Zielen untersucht wurden. Seit Mitte 2006 liegt der Ergebnisbericht zur ersten Phase des Stadtentwicklungsprozesses vor. Er bildete die Grundlage für Entscheidungen zur Fortsetzung des Prozesses und der Umsetzung von Projekten in der zweiten Phase, die unabhängig vom ExWoSt-Forschungsfeld u.a. im Regelförderprogramm Stadtumbau West durchgeführt werden. Bestandteil der zweiten Prozessphase, die auf ein Jahr angelegt war, ist zunächst die Erarbeitung von Masterplänen bzw. Impulsprojekten in sechs fachübergreifenden Projektgruppen gewesen. Folgende Bereiche wurden beleuchtet:

  • Infrastruktur
  • Wirtschaft
  • Wohnen
  • Innenstadt
  • Stadtteil- und Quartiersmanagement
  • "Freiraum schafft Stadtraum"

2007 konnte auch die zweite Projektphase (2006-2007) abgeschlossen werden. Den Bericht der zweiten Phase finden Sie hier. Zusammenstellungen zu den Perspektiven und Handlungsprogrammen für die unterschiedlichen Themenbereiche, die z. T. in einen regionalen Flächennutzungsplan mit benachbarten Ruhrgebietsstädten münden, finden Sie hier.

Das Übersichtsdokument zum Pilotvorhaben Essen finden Sie hier.