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Lübeck-Buntekuh
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Herausforderungen und Strategien (Situationsbeschreibung zu Beginn des Forschungsfeldes) Der Stadtteil Buntekuh der alten Hansestadt Lübeck ist eine klassische
Stadterweiterung der 1960er Jahre auf der "grünen Wiese".
Charakteristisch für die Siedlung sind mehrere stadtbildprägende
Hochhäuser mit neun und mehr Stockwerken, drei- bis viergeschossige
Zeilenbauten und eine größere Anzahl von Reiheneigenheimen.
In der Mitte des Gebietes liegen ein Einkaufszentrum zur Versorgung des
Stadtteils sowie Einrichtungen der sozialen Infrastruktur. |
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Die Stadt Lübeck sieht in naher Zukunft einen großen wohnungspolitischen Handlungsbedarf auf sich zukommen, der sich im Stadtteil Buntekuh besonders deutlich zeigen wird: Bis zum Jahr 2010 werden Zweckbindungen für öffentlich geförderten Wohnraum in hoher Zahl auslaufen. Wohnungspolitische Steuerungsmechanismen werden entsprechend verloren gehen und eine Versorgung Wohnungssuchender mit günstigem Wohnraum ungleich schwieriger werden. Gegenüber dem feststellbaren Bedarf an neuem Wohnraum bestehen wiederum auch dauerhafte Überkapazitäten durch Wohnanlagen, die den Anforderungen der Wohnungsnachfrage nicht mehr entsprechen und perspektivisch rückgebaut werden müssen. Die skizzierten Problemlagen, insbesondere aber die Leerstände, verdichten sich in Buntekuh in einem neungeschossigen Wohnhochhaus am Pinassenweg. Dieses ist im Besitz der stadteigenen Grundstücks-Gesellschaft "Trave" mbH, die gleichzeitig mit 1.200 Wohnungen größter Einzelvermieter im Stadtteil ist. Der Umgang mit dem Wohnhaus sowie die Neuordnung und Aufwertung des Wohnungsbestandes im Projektgebiet stellen die Untersuchungs- und Handlungsschwerpunkte im Rahmen des Stadtumbaus dar. Hauptziele des Stadtumbaus bestehen darin, den Wohnstandort Buntekuh nachhaltig zu stärken und das Image des Stadtteils zu verbessern, um eine drohende Ghettoisierung abzuwenden und eine weitere Abwärtsentwicklung zu verhindern. Als ausschlaggebend für die Probleme im Stadtteil Buntekuh gilt weniger der Planungsansatz der 1960er Jahre mit dem Leitbild einer aufgelockerten Stadt, sondern vielmehr der hohe Besatz öffentlich geförderter Wohnungen. Die Stadt Lübeck verfolgt daher im Rahmen des Stadtumbaus die Strategie, die Verteilung öffentlich geförderten Wohnraums künftig stärker gesamtstädtisch ausgewogen zu gestalten und setzt angesichts der Problematik der nachlassenden Zweckbindungen auf das Instrument der Kooperationsverträge zwischen Stadt, Wohnungsunternehmen und der Investitionsbank Schleswig-Holstein. Bezogen auf den Stadtteil sind Abriss und Modernisierung des Wohnungsbestandes, Nachnutzungskonzeptionen für frei werdende Grundstücke sowie Wohnumfeldverbesserungen Kern der Strategie. |
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