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Bremerhaven
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Herausforderungen und Strategien (Situationsbeschreibung zu Beginn des Forschungsfeldes) Die Stadt Bremerhaven ist mit rund 118.000 Einwohnern die größte deutsche Nordseestadt. Ihre durch die Lage bedingte einseitig seeorientierte Wirtschaftsstruktur war in der Vergangenheit für das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum verantwortlich, heute stellt diese Monostruktur die Ursache für den Schrumpfungsprozess dar. Die in den letzten Jahrzehnten wiederholt tief greifenden Strukturkrisen in der Hochseefischerei, der Fischverarbeitung und der Schiffbauindustrie haben alleine in der letzten Dekade des vorigen Jahrhunderts zu einem Abbau von über 15% der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in der Stadt geführt. Mit Anteilen von ca. 20% Arbeitslosen und 10% Sozialhilfeempfängern an allen Einwohnern lag die Stadt Bremerhaven Ende der 1990er Jahre an der Spitze aller kreisfreien Städte Westdeutschlands. Mit diesem einschneidenden wirtschaftlichen Strukturwandel eng verbunden sind die Einwohnerrückgänge: Seit über 20 Jahren verliert die Stadt kontinuierlich an Bevölkerung, alleine zwischen 1990 und 2000 rund 10.500 Einwohner. Schon 2003 liegt der Leerstand an Wohnungen bei 6%. Die Leerstandsproblematik ist bereits in großen Teilen des Stadtgebietes zu erkennen, besonders problematisch stellt sie sich aber in den Großwohnsiedlungen Leherheide, Grünhöfe und Bürgerpark-Süd dar sowie in einem Altbauquartier in Lehe und entlang von Hauptverkehrsstraßen, die auf die Stadtmitte zuführen. Gerade in den Großwohnsiedlungen und dem Altbauquartier konzentrieren sich auch die sozialen Probleme. Die Stadt Bremerhaven steht damit vor der Herausforderung, zusammen mit den Akteuren der Wohnungswirtschaft einen stadtverträglichen Rückbau des Wohnungsbestandes bei gleichzeitiger Modernisierung der zu erhaltenden Bestände zu organisieren. Mit der Aufnahme in das ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West wird Bremerhaven in die Lage versetzt, in Zusammenarbeit mit den Wohnungsunternehmen ein stadtweites Stadtumbau-Konzept zu erarbeiten und erste Impulsprojekte an verschiedenen Wohnstandorten umzusetzen. |
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