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Bremen-Osterholz-Tenever
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Herausforderungen und Strategien (Situationsbeschreibung zu Beginn des Forschungsfeldes)
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| In Tenever sollte erprobt werden, was Anfang der 1970er Jahre den städtebaulichen
Idealvorstellungen entsprach: Dichte, konsequente Trennung von Fahr- und
Fußwegen, großzügige Erschließung für den
PKW-Verkehr und für jede Wohnung ein Tiefgaragenplatz. Eine direkte,
leistungsfähige Anbindung mit einer Stadtbahnlinie konnte nicht realisiert
werden: Nur über eine Buslinie ist Tenever an das ÖPNV-Netz
angebunden, mit einer ca. 45-minütigen Fahrzeit in die Innenstadt. Nach Fertigstellung von rund 2.600 Wohnungen wurde die weitere Realisierung
der ursprünglich auf 4.600 Wohneinheiten ausgerichteten Planung
Mitte der 1970er Jahre gestoppt, als sich herausstellte, dass das prognostizierte
Bevölkerungswachstum Bremens auf fast 800.000 Einwohner im Jahr
2000 nicht eintreten würde. Erst in den 1990er Jahren wurde mit
einem veränderten Konzept die Bebauung im südlichen Teil des
ehemaligen Demonstrativbauvorhabens wieder aufgenommen. So entstanden
in dieser Bauphase beispielsweise in einem dreigeschossigen Gebäude
Altenwohnungen, entlang der Otto-Brenner-Allee Gewerbeobjekte sowie
ca. 270 Reihenhäuser. |
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Bereits
wenige Jahre nach der Fertigstellung des Demonstrativbauvorhabens wurde
deutlich, dass die Anlage in vielen Bereichen den Bedürfnissen der
Bewohner nicht gerecht wurde. 1989 wurde daher ein Erneuerungsprogramm
für Tenever als Bestandteil sozialer Stadterneuerungspolitik beschlossen.
Dieses Nachbesserungsprojekt Tenever arbeitete mit dem Ziel, städtebauliche,
bauliche, soziale, ökonomische und kulturelle Defizite Tenevers auszugleichen.
Dabei wurde ein beispielgebender Ansatz der Bewohnerbeteiligung und -mitbestimmung
verfolgt, der auch heute noch eine große Bedeutung hat. |
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Die
Herausforderung besteht nun darin, den Wohnstandort Osterholz-Tenever
durch ein geeignetes, mit den Bewohnern abgestimmtes Stadtumbaukonzept
zu attraktivieren, sozial zu stabilisieren, baulich zu modernisieren,
Wohnumfeldmaßnahmen durchzuführen, sowie durch Rückbau
die städtebauliche Struktur zu verbessern und dabei das Wohnungsangebot
der Nachfrageentwicklung anzupassen.
Der Senat der Freien Hansestadt Bremen hat im Herbst 2002 ein Gesamtkonzept zur Sanierung des Stadtteils Osterholz-Tenever beschlossen. Das Gesamtkonzept beinhaltet u.a. die Gründung einer Projektgesellschaft, zu der sich die Bremer Investitions-Gesellschaft mbH (BIG) und die GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, Bremen, zusammengeschlossen haben. |
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Die Projektgesellschaft hat 2003 den in Zwangsverwaltung stehenden Gebäudebestand im Rahmen eines Zwangsversteigerungsverfahrens erworben. Auf der Grundlage eines städtebaulichen Vertrages mit der Stadtgemeinde führt die Projektgesellschaft die weitere Planung und die Aufwertungs- und Modernisierungsmaßnahmen an den erworbenen Wohngebäuden durch. Zu diesen Maßnahmen gehören u.a. der Rückbau von Wohnanlagen inklusive Tiefgaragen, das Herrichten der Freiflächen, die Asbestbeseitigung im Rahmen der Fassadenerneuerung, die Beseitigung der hoch gelegenen Fußgängerebenen, der Ersatz bzw. die Wiederherstellung von planungsbetroffenen Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen. Die Gesamtkosten für das Konzept "Stadtumbau Osterholz-Tenever" betragen rund 75 Mio. Euro. * Quelle: Projektgruppe Tenever 1999 |
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