Impulsprojekte

 

 
  Der durch die Strukturkrise in der Textilindustrie direkt oder indirekt verursachte Leerstand von Industriegebäuden sowie Mietwohnungen ist Ansatzpunkt für je ein Impulsprojekt in Albstadt. Mit diesen Vorhaben erprobt die Stadt beispielhaft den weiteren Umgang mit ihren Industriebrachen und Beständen im Geschosswohnungsbau.
 

 

Reaktivierung der Gewerbebrache Riedstraße
Ehemalige Textilfabrik Das Gelände der ehemaligen Wirk- und Strickwarenfabrik "Rehfuß und Stocker" liegt innenstadtnah und in unmittelbarer Nähe des Verkehrsknotenpunktes B 463 im Südwesten des Stadtteils Ebingen. Infolge des Strukturwandels in der Textil verarbeitenden und Bekleidung herstellenden Industrie musste die Firma schon vor einigen Jahren die Produktion aufgeben.

Die Bausubstanz der ehemaligen Firmengebäude ist in einem sehr schlechten Zustand. Mit dem Abbruch der Gebäude und der Schaffung von Freiflächen sowie gliedernder Durchgrünung soll die Neuordnung eines zentral und verkehrsgünstig gelegenen Gewerbestandortes realisiert werden. Das Vorhaben soll u.a. klären, inwieweit sich die Innenentwicklung auf die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Albstadt auswirkt.

 
 


Rückbau, Modernisierung und Wiedernutzung der Wohnungsbrachen Stiegel-Nord

Im 8,3 Hektar großen Wohngebiet "Stiegel-Nord" in Tailfingen, dem zweitgrößten Stadtteil Albstadts, wurde eine Vielzahl mehrgeschossiger Wohngebäude in den 1950er, 60er und 70er Jahren erstellt. Der Strukturwandel in der Textilindustrie löste einen stetigen Rückgang der Einwohnerzahlen im Stadtgebiet aus. Die daraus resultierenden sehr hohen Wohnungsleerstände und damit verbundenen Probleme konzentrieren sich in mehreren Mietwohngebäuden einfachen Standards, die als z.T. nicht mehr modernisierungsfähig gelten und daher zum Abbruch vorgesehen sind.

Mehrfamilienhäuser Stiegel-NordDie durch diesen Abbruch frei werdenden Grundstücke sollen mit Eigenheimen bebaut werden (insgesamt 25 WE). Zudem werden 130 Wohnungen umfangreich modernisiert. Darüber hinaus sind auch eine Aufwertung des Wohnumfeldes, des öffentlichen Raumes sowie ein Ausbau der Infrastruktur vorgesehen (z.B. Wiederherstellung von Spielflächen und Sitzgelegenheiten, Um- oder Neugestaltung von Garagenanlagen, Hinterhöfen, Vorplätzen, Eingangs- und Erschließungsbereichen, Reaktivierung der Grundversorgung).

 
 

Basierend auf den Ergebnissen des Stadtentwicklungskonzeptes wurden 2006/2007 zwei weitere Impulsprojekte initiiert:

 

Reaktivierung der Gewerbebrache "Schlachthof"
Der seit 2004 leer stehende Schlachthof im östlichen Teil Ebingens ist größtenteils Bestandteil einer Insolvenzmasse. Die Konzeption für das ca. 1 ha große Gelände sieht die Beseitigung der weitgehend nicht mehr instandsetzungsfähigen baulichen Anlagen mit der anschließenden Schaffung eines Wohn- und Dienstleistungsstandortes vor, welcher gleichzeitig wohnortnahes Arbeiten ermöglichen soll.

 


"Rehfuß & Stocker", Innenstadt

Die zentral gegenüber dem Bahnhof und zwischen der Innenstadt Ebingens und der Hochschule gelegene 0,4 ha große Industriebrache soll als Standort zur Unterbringung von ca. 80 Studenten genutzt werden. 49 Wohneinheiten sollen dabei im vorhandenen Gebäudebestand untergebracht werden. Für die übrigen Wohnungen ist ein Neubau vorgesehen, da die weitere Bausubstanz zur Neunutzung ungeeignet ist und daher abgerissen wird.