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Während der Laufzeit des ExWoSt-Forschungsfeldes wurden neben
den allgemeinen Forschungsberichten im begrenzten Umfang auch Expertisen
bzw. Sondergutachten erarbeitet. Im Rahmen der Sondergutachten wurden
diejenigen forschungsfeldrelevanten Themen vertiefend untersucht, die
auf Basis der Arbeit der Pilotstädte nicht allein beantwortet werden
konnten.
Auf der Basis einer Vorrecherche der Forschungsagentur fand am 17. Mai
2004 beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in Bonn ein Fachkolloquium
zum Thema "Handlungsstrategien früherer Schrumpfungsphasen"
statt. Ziel des Kolloquiums war es, zusammen mit ausgewählten,
praxiserfahrenen Experten der Wissenschaft, Wohnungswirtschaft und kommunalen
Planung, den Erfahrungsschatz zur Steuerung rückläufiger Entwicklungen
in den 1980er Jahren zu heben und Anregungen für Handlungsstrategien
von heute zu finden. Eine 18-seitige Dokumentation des Kolloquiums finden
Sie hier.
Die Forschungsagentur Stadtumbau West hat 2005 im Auftrag des Bundesamtes
für Bauwesen und Raumordnung eine "Vergleichsstudie zum
Stadtumbau anhand von Städtebeispielen aus dem europäischen
Ausland" konzipiert und koordiniert. Beteiligt wurden fünf
Bearbeiterteams, die zehn unterschiedliche Städte aus England,
Frankreich, Italien, Spanien, Dänemark und Schweden fallstudienartig
untersuchten und im Rahmen eines gemeinsamen Arbeitsgespräches
vertiefend diskutierten. Im vorliegenden Auswertungsbericht wurden auf
die Stadtumbau-Praxis in Deutschland übertragbare Ansätze
und Anregungen identifiziert und konkrete städtebauliche Projekte
aufgezeigt. Die Veröffentlichung ist hier
im pdf-Format verfügbar. Die Kurzfassungen und Abstracts der Fallstudien
finden Sie hier. Darüber
hinaus fand am 15. und 16. September 2005 in der Gebläsehalle des
Weltkulturerbes Völklinger Hütte ein Fachöffentliches
Forum zur Fragestellung: "Was kann der Stadtumbau West vom europäischen
Ausland lernen?" statt. Unter jeweils thematischen Schwerpunkten
wurden sieben der zehn Fallstudien vorgestellt und in anschließenden
Diskussionsrunden hinsichtlich ihrer Anregungen für die deutsche
Stadtumbau-Praxis untersucht. Das Veranstaltungsprogramm finden Sie
hier.
Die Redetexte und Präsentationen sowie die zusammenfassenden Darstellungen
der Podiumsdiskussionen finden Sie hier.
Sondergutachten zu privaten Einzeleigentümern im Stadtumbau
Aufwertung, Umbau und Rückbau von Gebäudebeständen in
Innenstädten und innenstadtnahen Stadträumen standen im Mittelpunkt
zahlreicher Stadtumbau-Vorhaben im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau
West. Die initiierten Aufwertungs- und Anpassungsprozesse in diesen
Lagen wurden von Vertretern der Pilotstädte als außergewöhnlich
aufwändig und ergebnisoffen beschrieben, weil selbst ein hoher
Einsatz von Personal- und Sachressourcen und besonders hohe finanzielle
Anreize nur wenige private Investitionen anregen können. Zum einen
kann alleine die Vielzahl von Eigentümern ein Hindernis für
einen konzeptionell abgestimmten Stadtumbau der Innenstädte und
innenstadtnahen Quartiere darstellen. Weiterhin kann die Problematik
aber noch deutlich durch die Heterogenität der Eigentümergruppen
erschwert werden, die von älteren Eigentümern ohne Investitionsinteresse,
Erbengemeinschaften, finanzschwachen Eigentümern, Eigentümern
mit Migrationshintergrund bis zu Eigentümern mit Abschreibungsinteresse
ohne Identifikation mit dem Standort reicht. Aufgrund der hohen Bedeutung
von gewachsenen innenstädtischen Stadträumen mit privatem
Kleineigentum in westdeutschen Stadtumbau-Prozessen hat die Forschungsagentur
Stadtumbau West im Jahr 2006 ein Sondergutachten mit dem Titel "Viele
einzelne Eigentümer und unterschiedliche Eigentumsverhältnisse:
Chance oder Hemmnis beim Stadtumbau West?" erarbeitet. Die Ergebnisse
der Studie finden Sie hier.


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