Stadtumbau West - aktuell

In "Stadtumbau West - aktuell" berichtet die Forschungsagentur drei- bis viermal jährlich über aktuelle Entwicklungen im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West.

 

Im Interesse einer guten Lesbarkeit verzichten wir weitestgehend auf Schreibweisen wie z.B. VertreterInnen oder Planer/Innen und auf gehäufte Doppelnennungen. Wir bitten daher um Verständnis, wenn dies zu geschlechtsabstrahierenden und neutralen Formulierungen, manchmal auch zu verallgemeinernden weiblichen oder männlichen Personenbezeichnungen führt.

-------------------------------------------------------------

NACHRICHTEN AUS DEM BUNDESMINISTERIUM

Die ostdeutschen Innenstädte waren in den letzten 15 Jahren Ziel vielfältiger Investitionen in den Gebäudebestand und die Aufwertung des öffentlichen Raumes. Damit hat sich das Gesicht der Städte deutlich zum Positiven verändert. Am 19. Oktober 2007 fand im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Berlin ein Kongress zu den "Perspektiven für den innerstädtischen Altbaubestand" statt. Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Ein weiterer Kongress des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung widmet sich am 13.11.07 der „Zukunft der Städtebauförderung". Erörtert werden Fragen zu den Perspektiven der Förderansätze der Städtebauförderung. Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier.

-------------------------------------------------------------

NACHRICHTEN AUS DER FORSCHUNG

Veranstaltungen

Projektwerkstatt Bremerhaven
Mit Aktiven in den Pilotstädten, Vertretern der Länder, des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung sowie dem Team der Forschungsagentur fand am 13. und 14. September 2007 die 10. und damit letzte Projektwerkstatt im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West statt. Tagungsort war die Pilotstadt Bremerhaven, wo neben den Stadtumbau-Strategien der Stadt selbst Impulse der Pilotstädte aus dem ExWoSt-Forschungsfeld für die Stadtumbau-Diskussion beleuchtet wurden. Das Veranstaltungsprogramm, die Präsentationen sowie eine zusammenfassende Dokumentation finden Sie hier.

Neue Freiräume durch Infrastrukturanpassung
Im Rahmen des ExWoSt-Forschungsfeldes Stadtquartiere im Umbruch veranstaltet das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gemeinsam mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung am 15. November in Wuppertal eine Veranstaltung zum Thema: „Perspektiven und Chancen im Stadtumbau: Neue Freiräume durch Infrastrukturanpassung". Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Veröffentlichungen

Zwischennutzung im Stadtumbau
Zwischennutzung als Stadtumbau-Strategie ist ein in der Forschung viel beachtetes Thema, spielt aber bislang in der kommunalen Praxis des Stadtumbaus in westdeutschen Städten noch eine untergeordnete Rolle. Auch die Pilotstädte im Forschungsfeld haben Zwischennutzungsprojekten eine vergleichsweise geringe Bedeutung beigemessen: Insgesamt wurden sieben Projekte in sechs Pilotstädten gestartet, davon fanden sechs Vorhaben ihre Umsetzung, eines wurde aufgrund geringer Resonanz verworfen. Die zur Umsetzung gekommenen Ansätze und die Erfahrungen mit diesen Vorhaben werden hier vorgestellt.

Gute Ansätze
Auf der Internetseite http://www.stadtumbauwest.de wurden in der Rubrik Themen/Gute Ansätze erneut Dokumentationen eingestellt. Im Themenbereich „Gebäude- und Flächenmanagement" wurde ein Papier der Pilotkommune Bremerhaven "Nachnutzungsstrategien auf von Bebauung frei geräumten Flächen" ergänzt. In der Rubrik „Wohnen" thematisiert die Pilotstadt Oer-Erkenschwick die Anpassung von Wohnungsbeständen an Bedarfe älterer Menschen. Die Erfahrungsberichte finden Siehier.

-------------------------------------------------------------

NACHRICHTEN AUS DEN PILOTSTÄDTEN

In der Pilotstadt Gelsenkirchen stand neben der Stärkung der City als Einzelhandels- und Dienstleistungsstandort und der Anpassung städtischer Infrastruktur die zukunftsorientierte Entwicklung urbaner Wohnstandorte im Mittelpunkt des Stadtumbaus im ExWoSt-Forschungsfeld. In diesem Zusammenhang ist eine Studie erstellt worden, in der der Wohnstandort City charakterisiert und Veränderungs- und Anpassungsbedarfe sowie Handlungsempfehlungen aufgezeigt werden. Die Studie finden Sie hier.

Das Stadtumbau-Vorhaben in Gelsenkirchen wird ebenso wie eine Vielzahl anderer innovativer Strategien und Projekte in Nordrhein-Westfalen im Rahmen einer Konferenz zum Thema „Wir bauen um!" vorgestellt. Die dreitägige Veranstaltung wird vom 22. – 24.11.07 in Gelsenkirchen durchgeführt. Der erste Tag widmet sich der inhaltlichen Auseinandersetzung mit zentralen Themen des Stadtumbaus. Im Mittelpunkt des zweiten Konferenztages steht der Meinungs- und Erfahrungsaustausch zwischen den Akteuren des Stadtumbaus. Am letzten Tag haben die Teilnehmer Gelegenheit, sich im Rahmen von Exkursionen über Projekte zu informieren. Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Wie bereits Anfang des Jahres berichtet, hat die Stadt Lübeck unter dem Motto "Ideen für die Mitte" ein mehrstufiges Verfahren zur Umgestaltung der funktional und gestalterisch unbefriedigenden Stadtteilmitte von Buntekuh gestartet. Die Stadt hat vier fachübergreifende Arbeitsgemeinschaften aus Architekten, Landschaftsplanern und Künstlern zu dem kooperativen Verfahren eingeladen, das aus drei Arbeitsschritten bestand: Eröffnungsveranstaltung, Beteiligungsforum "Wochenendwerkstatt", Ausstellung der Ergebnisse/Abschlussforum. Eine Dokumentation zum Beteiligungsverfahren finden Sie hier.

Basierend auf den Ergebnissen einer Wohnbaustudie wurde in Pirmasens Ende 2005/Anfang 2006 das Projekt "Wohnen für Generationen" initiiert. In einer Siedlung der 1950er Jahre, dem so genannten "Winzler Viertel", soll im Zuge eines (Teil-)Rückbaus alter Bestände ein neues Wohnangebot unter dem Motto „PS: Patio – Lebensraum für Generationen" geschaffen werden, welches ein gemeinsames Wohnen von Jung und Alt, gleichzeitig aber auch individuelles Wohnen mit hoher Lebens- und Wohnqualität ermöglicht. Vor kurzem wurde ein Webauftritt zum Vorhaben freigeschaltet. Den Link finden Sie hier.

Zum Abschluss des Stadtumbaus im ExWoSt-Forschungsfeld im kommunalen Verbund Schwalm-Eder-West findet am 26.10.2007 in Borken (Hessen) auf dem Marktplatz um 18.00 Uhr eine kleine Feierstunde statt, in der die Neugestaltung des Marktplatzes durch eine Illumination für die Öffentlichkeit in Szene gesetzt werden soll. Weitere Informationen erhalten Sie von Projektleiter Christoph Bachmann: christoph.bachmann@borken-hessen.de.

Des Weiteren wird im Rahmen einer Tagung am 29.11.2007 ebenfalls in Borken (Hessen) Bilanz gezogen und die Erfahrungen an die hessischen Städte, Gemeinden und Zweckverbände im Regelförderprogramm „Stadtumbau in Hessen" weitergegeben. Der städtebauliche Denkmalschutz soll ein weiteres Themenfeld der Veranstaltung sein. Die Tagung findet unter Federführung des Kompetenzzentrums Stadtumbau in Hessen, der HA Hessen-Agentur GmbH statt. Weitere Informationen erhalten Sie in Kürze hier.

Die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern hat ein Arbeitsblatt mit Hinweisen zur Programmdurchführung des Städtebauförderungsprogramms Stadtumbau West herausgegeben. Die Hinweise richten sich an betroffene Städte und Gemeinden, Planer und weitere Beteiligte. Vorgestellt werden u. a. auch die Erfahrungen aus den Pilotkommunen Selb und Wildflecken, die als Anregung für Kommunen mit ähnlichen Aufgaben und Fragestellungen dienen sollen. Das Arbeitsblatt finden sie hier.

Im Rahmen des Stadtumbaus verfolgt die Stadt Völklingen das Ziel, die Innenstadt sowohl in ihrer Handels- und Dienstleistungsfunktion zu stärken, als auch die Wohn- und Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Vor dem Hintergrund der Wiederbelebung des Stadtzentrums unter den heute geltenden Rahmenbedingungen und der Wiederherstellung seiner Funktion als Ort des Austausches, der Kommunikation, der Stadtkultur und -politik wurde bereits 2003 das "Integrierte Handlungskonzept Völklingen Innenstadt" erstellt, 2006 fortgeschrieben und eine Vielzahl von Impulsprojekten umgesetzt. Eine Ausweitung auf eine gesamtstädtische Perspektive erfolgte nun im Rahmen der Erarbeitung eines Stadtentwicklungskonzeptes, das kürzlich vom Stadtrat beschlossen wurde. Das Stadtentwicklungskonzept finden Sie hier.

Unter dem Impulsthema "Wohnen und Grün in der Innenstadt" wurde dem Wohnstandort Innenstadt durch Um- bzw. Rückbaumaßnahmen von Wohngebäuden sowie Freiflächen- und Platzgestaltungen wieder größere Attraktivität verliehen. U. a. hat die Stadt im Oktober 2005 das ehemalige Möbelhaus Storch im Rahmen einer Zwangsversteigerung erworben und unmittelbar mit dem Umzugsmanagement und den konzeptionellen Arbeiten für den Abbruch begonnen. Im Mai 2006 konnten die Rückbauarbeiten abgeschlossen werden. Die Freifläche wurde bis zu Beginn der Bauarbeiten für die Platzgestaltung als Zwischennutzung mit Sand verfüllt, Liegestühle und Sonnenschirme wurden aufgestellt. Nun wird der fertig gestellte Adolph Kolping Platz (ehemals Platz hinter dem Alten Rathaus) offiziell eingeweiht. Nähere Informationen zur Platzeinweihung finden Sie hier.

 

Für Informationen und Rückfragen steht Ihnen die Forschungsagentur
Stadtumbau West gerne zur Verfügung:

Forschungsagentur Stadtumbau West
FORUM GmbH
Donnerschweer Str. 4
26123 Oldenburg
Tel: 0441-98 0 59 22
info@forum-oldenburg.de
http://www.stadtumbauwest.de