Stadtumbau West - aktuell

In "Stadtumbau West - aktuell" berichtet die Forschungsagentur drei- bis viermal jährlich über aktuelle Entwicklungen im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West.

 

Im Interesse einer guten Lesbarkeit verzichten wir weitestgehend auf Schreibweisen wie z.B. VertreterInnen oder Planer/Innen und auf gehäufte Doppelnennungen. Wir bitten daher um Verständnis, wenn dies zu geschlechtsabstrahierenden und neutralen Formulierungen, manchmal auch zu verallgemeinernden weiblichen oder männlichen Personenbezeichnungen führt.

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NACHRICHTEN AUS DEM BUNDESMINISTERIUM
Insgesamt stellt der Bund 2007 535 Millionen Euro für die Programmbereiche Soziale Stadt, Stadtumbau Ost, Stadtumbau West, Städtebaulicher Denkmalschutz sowie die Allgemeine Städtebauförderung in Ost und West bereit. Hinzu kommen weitere 5 Millionen Euro in einem Sonderprogramm für Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf (Soziale Stadt). Die Verwaltungsvereinbarung zur Städtebauförderung 2007 finden Sie hier.

Für eine Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung des Deutschen Bundestages am 20.06.2007 wurde vom zuständigen Referat des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ein Bericht erstellt, in dem der gegenwärtige Stand und die Zukunftsperspektiven vom Stadtumbau West und Ost thematisiert werden. Den Bericht finden Sie hier.

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NACHRICHTEN AUS DER FORSCHUNG

Veranstaltungen

Fachöffentliches Forum Essen
Das fünfte und letzte Fachöffentliche Forum im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West hat am 21. und 22. Juni 2007 in der Pilotstadt Essen stattgefunden. Tagungsort war das Choreographische Zentrum auf dem Gelände des Weltkulturerbes Zeche Zollverein. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung, an der rund 360 Personen teilnahmen, wurden die vielfältigen Aktivitäten der 16 Pilotstädte in den Handlungsräumen „Innenstadt“, „Industrie- und Militärbrachen“ und „Wohnquartiere“ präsentiert und mit Akteuren aus Politik, Stadtplanung, Wohnungswirtschaft und Wissenschaft diskutiert. Das Veranstaltungsprogramm, die Präsentationen sowie eine zusammenfassende Dokumentation finden Sie hier.


Veröffentlichungen

Sachstandsbericht im Forschungsfeld
Einen Überblick zum Stand der Dinge im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West gibt der fünfte Sachstandsbericht der Forschungsagentur. In der zehnseitigen Veröffentlichung werden die Themen „Eigentümer im Stadtumbau“ und „Städtebauliche Qualitäten im Stadtumbau“ vertiefend betrachtet. Den Sachstandsbericht finden Sie hier.

Gute Ansätze
Auf der Internetseite http://www.stadtumbauwest.de wurden in der Rubrik Themen/Gute Ansätze aktuelle Dokumentationen eingestellt. Im Themenbereich „Wohnen“ wurde eine Ausarbeitung der Pilotkommune Wildflecken im Hinblick auf die Privatisierung von Wohnungsbeständen mit Hilfe eines Zwischenerwerbs ergänzt. In der Rubrik „Prozess“ thematisiert die Pilotstadt Albstadt die Rolle einer städtischen Wohnbaugesellschaft beim Umbau eines Wohnquartiers. Die Praxiserfahrungen in Saarbrücken mit dem Einsatz kommunaler Programme zur Mobilisierung privater Eigentümer wurden in die Rubrik „Finanzierung und Förderung“ eingepflegt. Die Erfahrungsberichte finden Sie hier.

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NACHRICHTEN AUS DEN PILOTSTÄDTEN

Wie bereits im letzten Newsletter berichtet, werden in der Pilotstadt Albstadt basierend auf den Ergebnissen des Stadtentwicklungskonzeptes zwei weitere Impulsprojekte umgesetzt: Neben der Reaktivierung der im östlichen Teil Ebingens gelegenen, seit 2004 leer stehenden Gewerbebrache „Schlachthof“ erfolgt der Umbau einer in der Innenstadt gelegenen, 0,4 ha großen Textilbrache zu einem Standort für Studentenwohnungen (Unterbringung von ca. 82 Studenten). 49 Wohneinheiten werden dabei in vorhandenem Gebäudebestand untergebracht. Für die übrigen Studentenwohnungen wird ein Neubau vorgenommen, da die vorhandene Bausubstanz z. T. zur Neunutzung ungeeignet war und daher abgerissen wurde. Nähere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier.

In Bremen Osterholz-Tenever wird die bauliche Umgestaltung der Wohnsiedlung durch eine umfassende Imagekampagne begleitet. Im letzten Newsletter wurde bereits auf den in diesem Zusammenhang entstandenen Imagefilm hingewiesen. Mittlerweile gibt es auch eine Broschüre in der die neuen Qualitäten des Quartiers vorgestellt werden. Die Broschüre finden Sie hier.

Das Wohngebiet Wulsdorf-Ringstraße in Bremerhaven wurde in den 1950er Jahren in vorrangig dreigeschossiger Zeilenbebauung errichtet und ist aufgrund der geringen Gebäudetiefen nach heutigen Maßstäben wohnungswirtschaftlich kaum sanierungsfähig. Im Rahmen des Stadtumbaus wird eine zielgruppenspezifische Umnutzung von Beständen der Städtischen Wohnungsgesellschaft mbH als modellhafte Einrichtung der Altenpflege vorgenommen. Dazu wird ein besonders hohes neungeschossiges Gebäude auf drei Geschosse rückgebaut. Die verbleibenden Wohnungen werden in Kooperation mit der AWO zu 24 Wohngemeinschaftsplätzen für demenziell Erkrankte umgebaut. Darüber hinaus wird hier eine Tagespflegeeinrichtung für bis zu 20 Personen als eingeschossiger Anbau entstehen. Ein Informationsblatt zum Vorhaben finden Sie hier.

Für eine Großstadtverwaltung wie Essen mit mehr als 10.000 Beschäftigten ist es eine besondere Herausforderung, einen Stadtumbau-Prozess, der alle Geschäftsbereiche der Verwaltung integriert, zu initiieren. Vor dem Hintergrund dieser aufwändigen Koordinierungsaufgabe wurde ein Erarbeitungsverfahren für den Stadtentwicklungsprozess "Essen-Perspektive 2015+" gewählt, bei dem ein moderierendes Unternehmen die Prozesssteuerung der verwaltungsinternen Abstimmung übernommen hat. Der Ergebnisbericht zur I. Phase des Stadtentwicklungsprozesses stellte eine abgestimmte Diskussionsgrundlage und Richtschnur für die Weiterführung des Prozesses dar. Die Phase II des "Stadtentwicklungsprozesses Essen Perspektive 2015+" dokumentiert im Ergebnis wesentliche Bausteine und Antworten auf die Frage, wie sich die Stadt Essen mittel- bis langfristig unter den Bedingungen des demographischen Wandels und der finanzwirtschaftlichen Restriktionen strategisch positionieren kann. Den Bericht der Phase II finden Sie hier.

Die City in Gelsenkirchen hat in ihrer Funktion als eines der beiden Hauptversorgungszentren der Stadt in den letzten Jahren gelitten. Aufgrund der steigenden, auch regionalen Konkurrenz auf der "grünen Wiese" und in Verbindung mit abnehmender Kaufkraft der Bevölkerung ist es seit Ende der 1990er Jahre vermehrt zu Schließungen und Abwanderungen qualitativ hochwertiger Geschäfte und zu Leerständen gekommen. Im Rahmen des Stadtumbaus geht es darum, vorhandene Qualitäten zu sichern und die durch die beschriebenen Mängel gekennzeichneten Bereiche der City im Sinne einer integrierten Entwicklungsstrategie zu stabilisieren. Neben der Aufwertung des öffentlichen Raumes wird Einfluss auf das Aussehen der angrenzenden Gebäude in der Hauptgeschäftslage der City/Altstadt genommen. 2007 wurde eine gutachterliche Stellungnahme zu den „Zukunftsperspektiven für den Einzelhandelsstandort Gelsenkirchen-City“ erarbeitet. Neben der Auswertung aktueller Marktdaten wird u. a. Bezug genommen auf mögliche Profilierungspotenziale und Entwicklungstrends. Das Gutachten finden Sie hier.

Wie bereits im letzten Newsletter berichtet, konnte in der Pilotstadt Pirmasens ein Nachnutzungskonzept sowie ein Investor für die ehemalige Schuhfabrik „Rheinberger“ gefunden werden. Derzeit wird als „Ankerprojekt“ ein so genanntes Science-Center "Dynamikum" mit dem Leitthema "Bewegung" errichtet - die ehemalige Schuh- wird so zu einer "Wissensfabrik". Ein weiterer Baustein des Rheinbergerprojektes ist die Vermietung hochwertiger Geschäftsräume. Die frühere Turbinenhalle soll zudem als Restaurant mit vorgelagertem Bistro genutzt werden; in den Turmbau werden voraussichtlich Arztpraxen und weitere Anbieter medizinischer Versorgung ziehen. Einen Videofilm zur Geschichte und Entwicklung des Rheinbergers finden Sie hier.

Tief greifender Strukturwandel und Bevölkerungsverluste in einer ländlichen Region wie dem kommunalen Verbund Schwalm-Eder-West wirken sich auf nahezu alle kommunalpolitischen Handlungsfelder aus. Die kooperierenden Gemeinden konzentrieren ihre Aktivitäten im Rahmen von Stadtumbau West auf die Schwerpunkthemen „Infrastrukturanpassung“ und „Boden- und Immobilienmanagement“. Die Fortschritte in ausgewählten Projekten werden hier dokumentiert.

Im Rahmen des Stadtumbaus verfolgt die Stadt Völklingen das Ziel, die Innenstadt sowohl in ihrer Handels- und Dienstleistungsfunktion zu stärken, als auch die Wohn- und Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Erschwert wird die Umsetzung v. a. durch einen hohen Anteil privater Eigentümer, die z. T. nicht zu Investitionen in ihren Bestand bereit oder fähig sind. Zur Mobilisierung von Eigentümern, Aufwertungsmaßnahmen vorzunehmen, hat die Stadt Völklingen mit Unterstützung der Stadtsparkasse und der Eigentümer-Schutzgemeinschaft Haus & Grund Völklingen e.V. ein Fassadensanierungsprogramm aufgelegt. Gefördert wird die Sanierung von Außenfassaden mit einem Zuschuss von 50% der förderfähigen Kosten. Nähere Informationen zum Programm finden Sie hier.

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