Stadtumbau West - aktuell

In "Stadtumbau West - aktuell" berichtet die Forschungsagentur drei- bis viermal jährlich über aktuelle Entwicklungen im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West.

 

NACHRICHTEN AUS DEM BUNDESMINISTERIUM
Insgesamt stellt der Bund 2007 535 Millionen Euro für die Programmbereiche Soziale Stadt, Stadtumbau Ost, Stadtumbau West, Städtebaulicher Denkmalschutz sowie die Allgemeine Städtebauförderung in Ost und West bereit. Hinzu kommen weitere 5 Millionen Euro in einem Sonderprogramm für Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf (Soziale Stadt). Die Verwaltungsvereinbarung zur Städtebauförderung 2007 befindet sich derzeit im Mitzeichnungsverfahren bei den Länderministerien. Nähere Informationen finden Sie in einer Pressemitteilung sowie einem Merkblatt des BMVBS. Die dem Merkblatt zu Grunde liegende Verwaltungsvereinbarung 2007 ist noch nicht in Kraft, da sie noch nicht von allen Ländern gegengezeichnet wurde.
Pressemitteilung
Merkblatt

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NACHRICHTEN AUS DER FORSCHUNG

Veranstaltungen

Projektwerkstatt Wildflecken
Am 15. und 16. März 2007 fand die 9. Projektwerkstatt im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West in der Pilotkommune Wildflecken und ihrer Nachbarkommune Bad Brückenau statt. Der Teilnehmerkreis von über 60 Personen setzte sich zusammen aus Aktiven in den Pilotstädten, Vertretern der Länder, des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung sowie dem Team der Forschungsagentur. Leitthema der Projektwerkstatt waren "Städtebauliche Instrumente". Nähere Informationen zur Veranstaltung sowie eine Auswertung zu "Städtebaulichen Instrumenten" im Stadtumbau finden Sie hier.

Fachöffentliches Forum Essen
Das fünfte und letzte Fachöffentliche Forum im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West wird am 21. und 22. Juni 2007 im beeindruckenden Ambiente des Weltkulturerbes Zeche Zollverein in Essen durchgeführt. Im Rahmen dieser Abschlussveranstaltung werden die vielfältigen Aktivitäten der 16 Pilotstädte in den Handlungsräumen "Innenstadt", "Industrie- und Militärbrachen" und "Wohnquartiere" präsentiert und mit Akteuren aus Politik, Stadtplanung, Wohnungswirtschaft und Wissenschaft diskutiert. Das Veranstaltungsprogramm sowie die entsprechenden Anmeldehinweise finden Sie hier.

Veröffentlichungen

Private Eigentümer im Stadtumbau
Aufwertung, Umbau und Rückbau von Gebäudebeständen in Innenstädten und innenstadtnahen Stadträumen stehen im Mittelpunkt zahlreicher Stadtumbau-Vorhaben im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West. Die initiierten Aufwertungs- und Anpassungsprozesse in diesen Lagen werden von Vertretern der Pilotstädte als außergewöhnlich aufwändig und ergebnisoffen beschrieben, weil selbst ein hoher Einsatz von Personal- und Sachressourcen und besonders hohe finanzielle Anreize nur wenige private Investitionen anregen können. Aufgrund der hohen Bedeutung von gewachsenen innenstädtischen Stadträumen mit privatem Kleineigentum in westdeutschen Stadtumbau-Prozessen hat die Forschungsagentur Stadtumbau West im Jahr 2006 ein Sondergutachten mit dem Titel "Viele einzelne Eigentümer und unterschiedliche Eigentumsverhältnisse: Chance oder Hemmnis beim Stadtumbau West?" erarbeitet. Die Ergebnisse der Studie finden Sie hier.

Gute Ansätze
Auf der Internetseite http://www.stadtumbauwest.de wurden in der Rubrik Themen/Gute Ansätze Ausarbeitungen der Pilotstädte Bremen Osterholz-Tenever, Gelsenkirchen, Pirmasens und Völklingen im Hinblick auf die Rolle und Bedeutung öffentlich-privater Partnerschaften im Stadtumbau eingestellt. Des Weiteren dokumentierten die Pilotkommunen Schwalm-Eder-West, Selb und Wilhelmshaven ihre Praxiserfahrungen mit der Schaffung ortsbezogener Gesundheitsdienstleistungen. Die Erfahrungsberichte finden Sie hier.

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NACHRICHTEN AUS DEN PILOTSTÄDTEN

Der Internetauftritt der Pilotstädte im ExWoSt-Forschungsfeld auf der Website http://www.stadtumbauwest.de wurde aktualisiert. In der Rubrik Stand 2006/2007 wurden die Vorhaben entsprechend aufbereitet, überarbeitet und um zahlreiche Dokumente ergänzt.

Albstadt stellt sich seit vielen Jahren den zunehmenden städtebaulichen Herausforderungen, die sich v.a. aus dem Strukturwandel in der Textilindustrie ergeben. Im Rahmen des ExWoSt-Forschungsfeldes Stadtumbau West wurden in Form von Impulsprojekten zunächst die Reaktivierung einer Gewerbebrache sowie Rückbau, Modernisierung und Wiedernutzung von Wohnungsbrachen durchgeführt. Basierend auf den Ergebnissen des Stadtentwicklungskonzeptes wurden Anfang 2007 zwei weitere Impulsprojekte initiiert: Zum einen ist eine Reaktivierung der im östlichen Teil Ebingens gelegenen, seit 2004 leer stehenden Gewerbebrache "Schlachthof" geplant, die größtenteils Bestandteil einer Insolvenzmasse ist. Die vorgeschlagene Konzeption für das ca. 1 ha große Gelände sieht die Beseitigung der weitgehend nicht mehr instandsetzungsfähigen baulichen Anlagen mit der anschließenden Schaffung eines Wohn- und Dienstleistungsstandortes vor, welcher gleichzeitig wohnortnahes Arbeiten ermöglichen soll. Des Weiteren soll eine in der Innenstadt gelegene, 0,4 ha große Industriebrache als Standort zur Unterbringung von ca. 150 Studentenwohnungen genutzt werden. 70 Wohneinheiten sollen dabei in vorhandenem Gebäudebestand untergebracht werden. Für die übrigen Wohnungen ist ein Neubau vorgesehen, da die weitere vorhandene Bausubstanz zur Neunutzung ungeeignet ist und daher abgerissen wird. Der Prozessfortschritt wird auf der Internetseite http://www.albstadt.de dokumentiert, sobald erste "sichtbare" Maßnahmen erfolgt sind.

Der Erfolg der baulichen Umgestaltung von Bremen Osterholz-Tenever wird in Zusammenhang mit einem Imagewandel gesehen. Aus diesem Grund wurde eine umfassende Imagekampagne entwickelt, die auch einen Imagefilm beinhaltet. Nähere Informationen finden Sie hier.

Auch in Bremerhaven wurde die Öffentlichkeitsarbeit vorangetrieben. Es wurde eine Stadtumbau-Zeitung erstellt, in der die Ziele und Projekte des Stadtumbaus in Bremerhaven anschaulich präsentiert werden. Die Stadtumbau-Zeitung finden Sie hier.
Beilage
Einleger

Das Impulsthema „Wege“ im Stadtumbau-Prozess in Hamburg-Wilhelmsburg beinhaltet die Verbesserung der Freiraumbezüge, die Verknüpfung des städtebaulichen Umfeldes mit den Wasserläufen und eine Optimierung der Erlebbarkeit der Wasserkanten. Dadurch soll ein zusammenhängendes Wegenetz initiiert werden, das die Barrieren der Gewerbegebiete und der Verkehrstrassen überwindet und eine Ost-West-Verbindung vom Reiherstieg bis zum Wilhelmsburger Zentrum ermöglicht. Bestandteile der Erschließung der Wasserläufe sind die bereits erfolgte Schaffung einer Wegeverbindung als Steganlage, die Anbindung des bisher schlecht zugänglichen Reiherstiegufers über den Neubau einer Brücke und die Herrichtung von ufernahen Flächen. Eine Beschreibung der Aktivitäten am ca. 1,8 km langen Veringkanal finden Sie hier.

Im Forschungsfeld Stadtumbau West konzentriert die Stadt Gelsenkirchen ihre Aktivitäten auf den Bereich der City, wo sich unterschiedliche Problembereiche überlagern. Neben städtebaulichen Mängeln und einer sich verändernden Sozialstruktur sind es vor allem die Probleme hinsichtlich des Einzelhandels und des Wohnens, die die City zu einem Stadtumbaugebiet im Gelsenkirchener Stadtgefüge machen. Zwei Drittel der insgesamt rund 900 Gebäude befinden sich im Besitz verschiedener einzelner Eigentümer. Um die Gebäudeeigentümer zu Investitionen in ihren Bestand zu motivieren, existieren eine Reihe von Förderprogrammen, die in einer Broschüre vorgestellt werden. Den Inhalt der Broschüre finden Sie hier.

Die Stadt Oer-Erkenschwick steht vor der Herausforderung, den Strukturwandel von der Bergbau- und Industriestadt zur Wohn- und Freizeitstadt zu gestalten. Im Rahmen des ExWoSt-Forschungsfeldes Stadtumbau West erfolgt zur Stärkung der Attraktivität der Innenstadt als Wohnstandort der Teilrückbau und die Teilaufwertung der innerstädtischen Wohnsiedlung "Schillerpark". Diese Maßnahmen werden in Kürze abgeschlossen sein und sind in einem kürzlich aktualisierten, mit vielen dokumentierenden Fotos versehenen Internetauftritt dargestellt.

Zum Jahreswechsel 2006/2007 hat die Stadt Lübeck dem Motto "Ideen für die Mitte" ein mehrstufiges Verfahren zur Umgestaltung der funktional und gestalterisch unbefriedigenden Stadtteilmitte von Buntekuh gestartet. Die Stadt hat vier fachübergreifende Arbeitsgemeinschaften aus Architekten, Landschaftsplanern und Künstlern zu dem kooperativen Verfahren eingeladen, das aus drei Arbeitsschritten bestand: Eröffnungsveranstaltung, Beteiligungsforum "Wochenendwerkstatt", Ausstellung der Ergebnisse/Abschlussforum. Nähere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier.

Im Impulsprojekt "Rheinberger" in Pirmasens konnten der Rückbau der rückwärtigen Gebäudesubstanz der ehemaligen Schuhfabrik sowie die Rohbauarbeiten im Gebäudeinneren abgeschlossen werden. Durch einen Projektentwickler ist ein Nachnutzungskonzept für den Rheinbergerkomplex erarbeitet worden. Im Zuge einer europaweiten Ausschreibung wurde ein Investor gefunden mit dem die Stadt Anfang 2006 eine Projektgesellschaft gegründet hat. Als Ankerprojekt wird das so genannte Science-Center "Dynamikum" mit dem Leitthema "Bewegung" errichtet - die ehemalige Schuh- wird so zu einer "Wissensfabrik". Nähere Informationen zum "Dynamikum" finden Sie hier.

Wie bereits im letzten Newsletter berichtet, hat die Stadt Völklingen eine Entwicklungsgesellschaft gegründet, um die Chancen des Zugriffs auf wichtige innerstädtische Flächen zu erhöhen und Objekte in der Innenstadt zu entwickeln. Beteiligt sind neben der Stadt, die Stadtwerke Holding und die Stadtsparkasse. Als Initialprojekt der Gesellschaft wurden drei Jugendstilhäuser an der Rathausstraße von der Entwicklungsgesellschaft angekauft, die nach einer umfassenden Sanierung nun in die Vermarktung gehen. Den neuen Internetauftritt der Entwicklungsgesellschaft finden Sie hier.

Die Gemeinde Wildflecken - in der bayerischen Rhön zwischen Würzburg und Fulda gelegen - war seit den 1930er Jahren Spielball militärischer Interessenslagen. Nach dem Abzug großer Teile des Militärs steckt Wildflecken siedlungs- und sozialräumlich "in viel zu großen Schuhen". Dies erfordert z.B. den Rückbau von Wohnungen, die Anpassung von Infrastruktur, aber auch Strategien und Konzepte zur Nachnutzung eines Konversionsgeländes. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit in der Kommune wurden Informationsbroschüren erstellt, die einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Maßnahmen geben. Die Flyer finden Sie hier.
Impulsprojektbereiche Schlesier- und Fleischhauerstraße: Wohnprojekt
Impulsprojektbereich ehemalige Rhönkaserne: Kommunaler Gewerbepark
Impulsprojektbereich ehemalige Rhönkaserne: Kommunale Gewerbehalle

Impulsprojektbereich Rathausplatz: Kommunikationsplatz

Für Informationen und Rückfragen steht Ihnen die Forschungsagentur
Stadtumbau West gerne zur Verfügung:

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