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Stadtumbau West - aktuell In "Stadtumbau West - aktuell" berichtet die Forschungsagentur drei- bis viermal jährlich über aktuelle Entwicklungen im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West.
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NACHRICHTEN AUS DEM BUNDESMINISTERIUM Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 15.12.06 das Gesetz zur Erleichterung von Planungsvorhaben für die Innenentwicklung der Städte gebilligt. Unter anderem soll in Zukunft ein "beschleunigtes Verfahren" für Bebauungspläne der Innenentwicklung dafür sorgen, dass die Planungspraxis in Städten und Gemeinden in Deutschland spürbar erleichtert und beschleunigt wird. Damit erhalten die Innenstädte einen Standortvorteil gegenüber der „grünen Wiese“ und werden attraktiver für Investitionen. Zugleich wird auf diese Weise ein Beitrag zur Reduzierung des Flächenverbrauchs geleistet, zum Beispiel durch die erleichterte Verdichtung von städtischen Gebieten, der stärkeren Einbeziehung des Bestandes und von brachliegenden Flächen, und der Anpassung von Wohnquartieren an die Bedürfnisse des alten- und familiengerechten Wohnens. Mit der Einfügung des § 171f BauGB “Private Initiativen zur Stadtentwicklung/Landesrecht“ sollen Landesregelungen zu Business Improvement Districts oder vergleichbaren Ansätzen abgesichert werden. Dies könnte für Stadtumbau-Vorhaben in Innenstädten oder Stadtteilzentren Impulse geben. Weitere Informationen dazu finden Sie hier. ------------------------------------------------------------- NACHRICHTEN AUS DER FORSCHUNG Veranstaltungen Projektwerkstatt Oer-Erkenschwick Fachöffentliches Forum Essen Veröffentlichungen Gute Ansätze
NACHRICHTEN AUS DEN PILOTSTÄDTEN Albstadt stellt sich seit vielen Jahren den zunehmenden städtebaulichen Herausforderungen, die sich v.a. aus dem Strukturwandel in der Textilindustrie ergeben. Unterstützt durch Fördermaßnahmen des Bundes und des Landes Baden-Württemberg konnten so städtebauliche Aufwertungen von Ortsmitten, von Wohngebieten wie auch einzelner Gewerbebrachen vorgenommen werden. Im Jahr 2001 hat die Stadt ein Leitbild unter dem Titel "Albstadtkonzeption 2010" erstellt, das auf einem Einzelhandelsgutachten, einer Imageanalyse und einer Unternehmensbefragung aufbaut. Im Rahmen des ExWoSt-Forschungsfeldes wurde ein Stadtentwicklungskonzept erarbeitet, das dieses Stadtleitbild stadträumlich qualifiziert und Entwicklungsmöglichkeiten von nicht oder untergenutzten Bauflächen für die gewerbliche und Wohnnutzung auslotet. Einen Auszug des Stadtentwicklungskonzeptes sowie auch die Konzepte der übrigen Pilotstädte finden Sie hier. Wie bereits im letzten Newsletter berichtet, erfordern zurückgehende Schülerzahlen in Bremerhaven den Einsatz vielfältiger Anpassungsstrategien der Schulinfrastruktur an den demographischen Wandel. Eine Dokumentation zum konzeptionellen Vorgehen und den unterschiedlichen die Schulen betreffenden Vorhaben der Stadt Bremerhaven finden Sie hier. Das Impulsthema „Wege“ im Stadtumbau-Prozess in Hamburg-Wilhelmsburg beinhaltet die Verbesserung der Freiraumbezüge, die Verknüpfung des städtebaulichen Umfeldes mit den Wasserläufen und eine Optimierung der Erlebbarkeit der Wasserkanten. Dadurch soll ein zusammenhängendes Wegenetz initiiert werden, das die Barrieren der Gewerbegebiete und der Verkehrstrassen überwindet und eine Ost-West-Verbindung vom Reiherstieg bis zum Wilhelmsburger Zentrum ermöglicht. Ein Projekt im Rahmen des Impulsthemas „Wege“ ist die Umgestaltung und Öffnung des Schulgeländes der Gesamtschule Wilhelmsburg zu einem attraktiven Spiel- und Aufenthaltsort für Schüler und Bewohner. Dies beinhaltet auch die Einbindung der Flächen in das öffentliche Grün- und Wanderwegenetz. Nähere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier. Die Stadt Oer-Erkenschwick steht vor der Herausforderung, den Strukturwandel von der Bergbau- und Industriestadt zur Wohn- und Freizeitstadt zu gestalten. Im Rahmen des ExWoSt-Forschungsfeldes Stadtumbau West erfolgt zur Stärkung der Attraktivität der Innenstadt als Wohnstandort der Teilrückbau und die Teilaufwertung der innerstädtischen Wohnsiedlung "Schillerpark". Diese Maßnahmen werden in Kürze abgeschlossen sein. Die Eigentümerin der Wohnanlage – die Vestisch-Märkische Wohnungsbaugesellschaft mbH (VMW) – hat vor kurzem eine Broschüre herausgegeben, in der das Gesamtvorhaben ausführlich beschrieben wird. Die Broschüre finden Sie hier. Basierend auf den Ergebnissen einer Wohnbaustudie wurde in Pirmasens Ende 2005/Anfang 2006 das Projekt "Wohnen für Generationen" initiiert. In einer Siedlung der 1950er Jahre, dem so genannten "Winzler Viertel", soll im Zuge eines (Teil-)Rückbaus alter Bestände ein neues Wohnangebot geschaffen werden, welches ein gemeinsames Wohnen von Jung und Alt, gleichzeitig aber auch individuelles Wohnen mit hoher Lebens- und Wohnqualität ermöglicht. In diesem Zusammenhang hat die Stadt Pirmasens ein Gutachterverfahren mit dem Titel „Generationsübergreifendes Wohnen in aktiver Nachbarschaft“ ausgelobt, um Ideen für die Schaffung von kleinteiligen, in ihren Grundrissen an unterschiedliche Lebensabschnitte anpassbare Einheiten zu erhalten. Die Ergebnisse des Gutachterverfahrens finden Sie hier. Im Stadtumbau-Prozess verfolgt die Stadt Salzgitter das Ziel, eine stadtverträgliche Bedarfsanpassung von Mietwohnungsbeständen in mehreren Wohnsiedlungen aus den 1930er und 60er Jahren vorzunehmen. Im Zuge der Erarbeitung des integrierten Stadtentwicklungs- und Handlungskonzeptes wurden ein räumliches Leitbild mit entsprechenden Entwicklungszielen und Handlungsfeldern definiert und drei Gebiete abgeleitet, die vorrangig in der Betrachtung stehen. Im Rahmen einer Tagung am 24.01.07 und einer Ausstellung zum Thema „Integrierte Stadtentwicklung Salzgitter“ wird beleuchtet, wie in Zeiten knapper kommunaler Mittelausstattung diese drei Stadtgebiete an heutige Wohnwünsche angepasst werden können. Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier. Der interkommunale Verbund Schwalm-Eder-West, gebildet durch die vier Gemeinden Bad Zwesten, Jesberg, Neuental, Wabern und die Stadt Borken (Hessen), steht vor der Herausforderung, Handlungsansätze für den Umgang mit Bevölkerungsrückgängen und Alterungsprozessen in einem strukturschwachen ländlichen Raum zu finden. Im Rahmen eines interkommunalen Abstimmungsprozesses wurde eine Vielzahl von Impulsprojekten erarbeitet. Eines der Projekte widmet sich der Entwicklung eines Senioren-Dienstleistungszentrums in einem lange Zeit dem Verfall preisgegebenen historischen Gebäude. Die Einweihung des Dienstleistungszentrums erfolgte im Januar 2007. Nähere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier. Wie bereits im letzten Newsletter berichtet, unternimmt die Stadt Völklingen unter der Themenstellung "Geschäftsstandort Innenstadt" verschiedene räumlich begrenzte Um- bzw. Rückbaumaßnahmen innerstädtischer Geschäfts- und Dienstleistungsgebäude auf der Grundlage entsprechender Gebäude-Sanierungskonzepte. Haupthindernis der Maßnahmen in der Völklinger Innenstadt ist ihre heterogene Eigentümerstruktur, durch die der Zugriff auf wichtige innerstädtische Flächen erschwert wird. Für den Umgang mit dem ehemaligen, seit Jahren leer stehenden Kaufhof-Gebäude ist es der Stadt nach langwierigen Verhandlungen nun gelungen, den Bestand zu erwerben und eine Umbau-Strategie zu entwickeln. Nähere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier. Um die Chancen des Zugriffs auf wichtige innerstädtische Flächen in Völklingen zu erhöhen, wurde zudem durch die Stadt, die Stadtwerke Holding und die Stadtsparkasse eine Entwicklungsgesellschaft gegründet, die zum Ziel hat Objekte in der Innenstadt zu entwickeln. Als Initialprojekt der Gesellschaft wurden drei Jugendstilhäuser an der Rathausstraße von der Entwicklungsgesellschaft angekauft, die nach einer umfassenden Sanierung nun in die Vermarktung gehen. Ein Informationsblatt der Stadtentwicklungsgesellschaft zu den Jugendstilhäusern finden Sie hier. Die heute etwa 3.500 Einwohner zählende Gemeinde Wildflecken –
in der bayerischen Rhön zwischen Würzburg und Fulda gelegen
– war seit den 1930er Jahren Spielball militärischer Interessenslagen.
Nach dem Abzug großer Teile des Militärs steckt Wildflecken
siedlungs- und sozialräumlich „in viel zu großen Schuhen“.
Dies erfordert z.B. den Rückbau von Wohnungen, die Anpassung von
Infrastruktur, aber auch Strategien und Konzepte zur Nachnutzung des
ca. 30 Hektar großen Konversionsgeländes der Rhönkaserne
als Gewerbefläche. Diese Nachnutzungsüberlegungen sind inzwischen
soweit gediehen, dass mit der Vermarktung der Flächen mittlerweile
begonnen wurde. Zudem hat der Gemeinderat beschlossen die ehemalige
„Panzerwärmehalle“ in eine kommunale Gewerbehalle umzuwandeln.
Nähere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier. Für Informationen und Rückfragen steht Ihnen die Forschungsagentur
Forschungsagentur Stadtumbau West |