Stadtumbau West - aktuell

In "Stadtumbau West - aktuell" berichtet die Forschungsagentur drei- bis viermal jährlich über aktuelle Entwicklungen im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West.

 

NACHRICHTEN AUS DEM BUNDESMINISTERIUM

Im Rahmen der Haushaltsverhandlungen 2006 wurden die in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehenen Bundesfinanzhilfen erhöht. Für das Städtebauförderungsprogramm Stadtumbau West sollen neben den bereits vorgesehenen 40 Mio. EUR zusätzlich 16 Mio. EUR vorrangig für Maßnahmen mit Schwerpunkt auf Konversionsvorhaben bereitgestellt werden. Die Verwaltungsvereinbarung zur Städtebauförderung 2006 finden Sie auf der Seite des BMVBS:
http://www.bmvbs.de/-,1545.22733/VV-Staedtebaufoerderung-2005.htm

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NACHRICHTEN AUS DER FORSCHUNG

Veranstaltungen

Fachöffentliches Forum Kassel
Das vierte Fachöffentliche Forum im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West hat am 21. und 22. September 2006 im Anthroposophischen Zentrum in Kassel stattgefunden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand "Die Zusammenarbeit mit Eigentümern im Stadtumbau". Diese Schwerpunktsetzung erfolgte vor dem Hintergrund, dass viele Kommunen vor der Herausforderung stehen, in Zusammenarbeit mit Eigentümern Stadtumbau-Strategien zu entwickeln, die standortspezifischen Eigentumsverhältnissen Rechnung tragen und die Immobilien- und Grundstücksbesitzer zur Mitarbeit bewegen. Das Thema stieß auf großes Interesse beim Fachpublikum, so dass über 200 Teilnehmer aus Politik, Stadt- und Landschaftsplanung, Wohnungswirtschaft, Architektur, Wirtschaftsförderung und Wissenschaft teilnahmen. Das Veranstaltungsprogramm, die Präsentationen sowie eine zusammenfassende Darstellung des Podiumsgesprächs finden Sie hier.

Veröffentlichungen

Sachstandsbericht im Forschungsfeld
Ein kurzes Zwischenfazit im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West gibt der vierte Sachstandsbericht der Forschungsagentur. In der sechsseitigen Veröffentlichung werden vertiefend Kooperationspartner, -inhalte und -formen betrachtet, die eine bedeutsame Rolle bei den Stadtumbau-Prozessen spielen. Einen Schwerpunkt bilden dabei interkommunale Kooperationsformen und deren Bedeutung zur Stärkung regionaler Entwicklung sowie die Einbeziehung von Bewohnern in die Ausgestaltung des Anpassungsprozesses an rückläufige Prozesse. Den Sachstandsbericht finden Sie hier.


Sondergutachten zu Einzeleigentümern
Die Forschungsagentur Stadtumbau West hat aufgrund der hohen Bedeutung von gewachsenen, innerstädtischen Stadträumen mit privatem Kleineigentum in westdeutschen Stadtumbau-Prozessen ein Sondergutachten mit dem Titel "Viele einzelne Eigentümer und unterschiedliche Eigentumsverhältnisse: Chance oder Hemmnis beim Stadtumbau West?" erarbeitet. Im Fokus der Betrachtung stehen von Einzeleigentümern geprägte Quartiere u.a. aus fünf der 16 Pilotstädte im ExWoSt-Forschungsfeld, in denen vertiefende Analysen durchgeführt wurden. Eine vorläufige Kurzfassung des noch nicht vollständig abgeschlossenen Sondergutachtens finden Sie hier.
Über die abschließenden Ergebnisse der Studie werden wir Sie im Newsletter „Stadtumbau West – aktuell“ und auf der Website www.stadtumbauwest.de informieren.


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NACHRICHTEN AUS DEN PILOTSTÄDTEN

Zurückgehende Schülerzahlen in Bremerhaven führten im Jahr 2005 zur Schließung der Deichschule und der Theodor-Storm-Schule. Das Schulgelände der Theodor-Storm-Schule wird zu einem "Haus für Familie und Arbeit" umgenutzt. Auf dem Gelände der aufgelassenen Deichschule wird durch Abbruch und Umnutzung eine öffentlich nutzbare Sport- und Freizeitfläche entstehen. Nähere Informationen zum Projekt Deichschule finden Sie hier. Darüber hinaus besteht die Notwendigkeit der Zusammenlegung der getrennten Schulstandorte Zwingli-Schule I und II durch Sanierung und teilweisen Neubau des einen Standortes und Stilllegung des anderen Standortes. Nähere Informationen finden Sie hier.

Für eine Großstadtverwaltung wie Essen mit mehr als 10.000 Beschäftigten ist es eine besondere Herausforderung, einen Stadtumbau-Prozess, der alle Geschäftsbereiche der Verwaltung integriert, zu initiieren. Vor dem Hintergrund dieser aufwändigen Koordinierungsaufgabe wurde ein Erarbeitungsverfahren für den Stadtentwicklungsprozess "Essen-Perspektive 2015+" gewählt, bei dem ein moderierendes Unternehmen die Prozesssteuerung der verwaltungsinternen Abstimmung übernommen hat. Der Ergebnisbericht zum Stadtentwicklungsprozess stellt eine abgestimmte Diskussionsgrundlage und Richtschnur für die Weiterführung des Prozesses dar. Den Abschlussbericht "Stadtentwicklungsprozess Essen Perspektive 2015+" finden Sie hier.

Im Stadtumbau-Prozess in Hamburg-Wilhelmsburg sind die Verbesserung der Freiraumbezüge, eine Verknüpfung des städtebaulichen Umfeldes mit den Wasserläufen und eine verbesserte Erlebbarkeit der Wasserkanten seit längerem in der öffentlichen Diskussion. Im Impulsthema "Wege" soll ein zusammenhängendes Wegenetz initiiert werden, das die Barrieren der Gewerbegebiete und der Verkehrstrassen überwindet und eine Ost-West-Verbindung vom Reiherstieg bis zum Wilhelmsburger Zentrum ermöglicht. Am Rande der Wegeverbindungen sollen Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen werden. Die Planungen zum ca. 1,8 km langen Veringkanal sehen eine durchgängige Neugestaltung der Flächen am Ostufer vor. Der 1. Bauabschnitt - der Bau des in der Nacht beleuchteten Steges und die Umgestaltung des Sanitasparks am nördlichen Kanalende - wurde am 15. Juli 2006 im Rahmen eines großen Stadtteilfestes "Auf zu neuen Ufern" der Öffentlichkeit übergeben. Nähere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier.

Die in der Innenstadt von Pirmasens brachliegende Produktionsstätte der ehemaligen Firma Rheinberger ist eines der bedeutendsten Symbole der Schuhstadt Pirmasens. Die Instandsetzung des Gebäudes als Voraussetzung für das Engagement privater Investoren sowie die Umsetzung eines tragfähigen Nutzungskonzeptes soll nicht nur eine innerstädtische Achse beleben, sondern auch als Symbol für einen erfolgreichen Wandel dienen. Durch einen Projektentwickler ist ein Nachnutzungskonzept für den Rheinbergerkomplex erarbeitet worden. Darüber hinaus konnte im Zuge einer europaweiten Ausschreibung ein Investor gefunden werden, mit dem die Stadt Anfang 2006 eine Projektgesellschaft gegründet hat. Als so genanntes "Ankerprojekt" ist die Einrichtung eines Science-Centers "Exploratorium im Rheinberger" vorgesehen. Ein weiterer Baustein wird die Einrichtung eines medizinischen Zentrums sein. Nähere Informationen und Presseartikel zum Vorhaben finden Sie hier.

Bei dem Stadtumbau-Vorhaben im Zweckverband Schwalm-Eder-West kommt den Abstimmungsprozessen zwischen den fünf Gemeinden besondere Bedeutung zu. Die gute interkommunale Zusammenarbeit mündete bereits im November 2004 u.a. in die Organisation einer Veranstaltung zum demographischen Wandel, die in enger Kooperation mit dem hessischen Wirtschaftsministerium ausgerichtet wurde. 2006 wird nun eine Veranstaltung zum Thema "Kommunale Infrastruktur" durchgeführt. Den Einladungsflyer finden Sie hier.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Alterung wird in Selb ein erhöhter Bedarf an Dienstleistungen und Wohnangeboten für ältere Menschen gesehen. Im Rahmen des Impulsprojektes Pflegenetzwerk wird ein gesamtstädtisches Netzwerk für Gesundheit und Pflege initiiert, das innovative ambulante und stationäre Betreuungs- und Pflegeangebote miteinander verknüpft. Mittlerweile erfolgte der Umbau des ersten Hauses mit elf Wohneinheiten. Die Fertigstellung als Pflegestützpunkt mit Sozialstation und acht barrierefreien Wohnungen ist im Sommer 2006 erfolgt. Im September fand ein Tag der offenen Tür statt zu dem sich zahlreiche Besucher einfanden. Nähere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier.

Unter der Themenstellung "Geschäftsstandort Innenstadt" sieht die Stadt Völklingen verschiedene räumlich begrenzte Um- bzw. Rückbaumaßnahmen innerstädtischer Geschäfts- und Dienstleistungsgebäude auf der Grundlage entsprechender Gebäude-Sanierungskonzepte vor. Für den Umgang mit dem ehemaligen Möbelhaus Storch wurden seitens der Stadt verschiedene Varianten untersucht. Die Stadt Völklingen hat sich nach intensiven Abwägungen für die Variante Rückbau und Neugestaltung der Fläche entschieden. In einem Zwangsversteigerungsverfahren wurde das ehemalige Möbelhaus im Oktober 2004 von der Stadt erworben. Der Erwerb des Gebäudes war Voraussetzung für den im Frühjahr 2006 erfolgten Rückbau, eine Zwischennutzung als Strandfläche sowie die für Herbst 2006 geplante Neugestaltung der Fläche. Nähere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier.

Wilhelmshaven steht vor der Herausforderung, Haushalten mit Kindern attraktive Lebens- und Wohnbedingungen zu bieten, um eine Alternative zur Abwanderung in das stadtnahe Umland zu schaffen. Im Jahr 2006 sind in diesem Zusammenhang im Impulsprojekt "Familienfreundliches Wohnen" zehn Wohnungen entstanden, die den Anforderungen unterschiedlicher Haushaltsformen mit Kindern gerecht werden. Nähere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

In der letzten Newsletterausgabe ("Stadtumbau West - aktuell" 2/2006) haben wir von den Bemühungen der Gemeinde Wildflecken berichtet, Wohnungsbestände aus dem Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben mit Hilfe eines Zwischenerwerbes der Kommune zu privatisieren. Die Gemeinde hat am 28.12.2005 von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben insgesamt zwölf Häuser mit 49 Wohnungen erworben und bis zum 30.09.06 neun Häuser mit 37 Wohnungen an Private weiterverkauft. Die Besonderheit dieses Zwischenerwerbes liegt darin, dass die Wohnungen an Interessenten veräußert werden, die sich verpflichten Sanierungsleistungen zu erbringen und die Wohnungen anschließend selbst zu nutzen. Mehr zu den Verpflichtungen hier.


Für Informationen und Rückfragen steht Ihnen die Forschungsagentur
Stadtumbau West gerne zur Verfügung:

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