Stadtumbau West - aktuell

In "Stadtumbau West - aktuell" berichtet die Forschungsagentur drei- bis viermal jährlich über aktuelle Entwicklungen im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West.

 

NACHRICHTEN AUS DER FORSCHUNG

Ergebnisse zur Projektwerkstatt Schwalm-Eder-West
Am 10. und 11. November 2005 hat in den Pilotkommunen des regionalen Verbunds Schwalm-Eder-West die 6. Projektwerkstatt im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West stattgefunden. Ca. 70 Personen aus dem Kreise der Aktiven in den Pilotstädten, Vertreter der Länder, des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung sowie das Team der Forschungsagentur nahmen teil. Der thematische Schwerpunkt lag bei "Anpassungsnotwendigkeiten der sozialen Infrastruktur im Stadtumbau". Darüber hinaus wurde vor dem Hintergrund der Erfahrungen im Zweckverband Schwalm-Eder-West die interkommunale Zusammenarbeit bei Stadtumbau-Vorhaben fokussiert betrachtet. Das Programm sowie eine zusammenfassende Darstellung der Veranstaltungsergebnisse mit den entsprechenden Präsentationen finden Sie hier.

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Sondergutachten zu privaten Einzeleigentümern im Stadtumbau
Aufwertung, Umbau und Rückbau von Gebäudebeständen in Innenstädten und innenstadtnahen Stadträumen stehen im Mittelpunkt zahlreicher Stadtumbau-Vorhaben im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West. Die initiierten Aufwertungs- und Anpassungsprozesse in diesen Lagen werden von Vertretern der Pilotstädte als außergewöhnlich aufwändig und ergebnisoffen beschrieben, weil selbst ein hoher Einsatz von Personal- und Sachressourcen und besonders hohe finanzielle Anreize nur wenige private Investitionen anregen können. Zum einen kann alleine die Vielzahl von Eigentümern ein Hindernis für einen konzeptionell abgestimmten Stadtumbau der Innenstädte und innenstadtnahen Quartiere darstellen. Weiterhin kann die Problematik aber noch deutlich durch die Heterogenität der Eigentümergruppen erschwert werden, die von älteren Eigentümern ohne Investitionsinteresse, Erbengemeinschaften, finanzschwachen Eigentümern, Eigentümern mit Migrationshintergrund bis zu Eigentümern mit Abschreibungsinteresse ohne Identifikation mit dem Standort reicht. Aufgrund der hohen Bedeutung von gewachsenen innenstädtischen Stadträumen mit privatem Kleineigentum in westdeutschen Stadtumbau-Prozessen wird die Forschungsagentur Stadtumbau West bis Herbst 2006 ein Sondergutachten mit dem Titel "Viele einzelne Eigentümer und unterschiedliche Eigentumsverhältnisse: Chance oder Hemmnis beim Stadtumbau West?" bearbeiten. Über die Ergebnisse der Studie werden wir Sie im Newsletter "Stadtumbau West - aktuell" und auf der Website http://www.stadtumbauwest.de informieren.

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Auftaktveranstaltung im Forschungsfeld "Stadtquartiere im Umbruch"
Am 15. Februar 2006 findet in Halle an der Saale die Auftaktveranstaltung für das neue ExWoSt-Forschungsfeld "Stadtquartiere im Umbruch - Infrastruktur reduzieren, neue Freiräume gewinnen" statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden sich die fünf mitwirkenden Städte Cottbus, Castrop-Rauxel, Halle, Schwerin und Wuppertal mit ihren Projektgebieten und Projektzielen vorstellen. Näheres zum Programm der Veranstaltung und zum Forschungsfeld finden Sie hier.

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NACHRICHTEN AUS DEN PILOTSTÄDTEN

In der Pilotstadt Albstadt stellt die Beteiligung der Bewohner einen zentralen Bestandteil im Rahmen der Sanierung des Wohnquartiers Stiegel-Nord dar. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen formellen Beteiligungsverfahren (z.B. im Zuge der Bebauungsplanänderung) bietet die Stadt den Bewohnern weitere informelle Beteiligungsmöglichkeiten. Für die Wiederherstellung bzw. Erneuerung zweier Spielplätze haben Kinder und Jugendliche im Rahmen von Workshops getrennt nach Altersgruppen Vorschläge für die Gestaltung erarbeitet. Vorgesehen ist sowohl einen Spielplatz für jüngere als auch einen für ältere Kinder und Jugendliche einzurichten. Weitere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier.
Darüber hinaus ist in Albstadt im Zuge der Neuordnung des Geländes der ehemaligen Textilfabrik Rehfuß & Stocker mit den Abbrucharbeiten begonnen worden. Die zusammenhängend verfügbaren, innenstadtnah und verkehrsgünstig gelegenen Grundstücke lassen sowohl eine Ansiedlung von neuen Betrieben mit einem größeren als auch einem kleinteiligen Flächenbedarf zu und sollen den unterschiedlichen Bedürfnissen und Anforderungen der Einwohner, potenzieller Existenzgründer und Unternehmer gerecht werden. Nähere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier.

Für eine Großstadtverwaltung wie die der Pilotstadt Essen ist es eine besondere Herausforderung, einen Stadtumbau-Prozess, der alle Geschäftsbereiche der Verwaltung integriert, zu initiieren. Vor dem Hintergrund dieser aufwändigen Koordinierungsaufgabe wurde ein Erarbeitungsverfahren für den Stadtentwicklungsprozess "Essen-Perspektive 2015+" gewählt, bei dem ein moderierendes Unternehmen die Prozesssteuerung der verwaltungsinternen Abstimmung übernimmt. Im Januar 2005 fand die Auftaktveranstaltung im Lenkungskreis, der aus den Geschäftsbereichsvorständen zusammengesetzt ist, statt. Sieben fachbezogene Arbeitsgruppen wurden gebildet, die unter Moderation des beauftragten Büros zwischen Januar und Dezember 2005 ihre inhaltliche Arbeit vollzogen. Nähere Informationen zum Stadtumbau-Prozess in Essen finden Sie hier.

Neben der zukunftsorientierten Entwicklung der City zu einem urbanen Wohnstandort stehen in Gelsenkirchen die Stärkung als Einzelhandels- und Dienstleistungsstandort sowie die Anpassung und der Umbau von städtischer Infrastruktur im Mittelpunkt der Handlungsorientierung und damit auch der Impulsprojekte. Im Rahmen der konzeptionellen Überlegungen für den Standort Innenstadt ist ein Handlungskonzept erarbeitet worden, welches die Bereiche Quartiersbildung Hauptstraße und Zwischennutzungen für leer stehende Ladenlokale beleuchtet. Das Handlungskonzept finden Sie hier.
Zudem konnten die Planungen für den Umbau und die gestalterische Aufwertung der Bahnhofstraße in der Gelsenkirchener City, die derzeit erhebliche funktionale und gestalterische Mängel aufweist, vorangetrieben werden. Der Baubeginn ist für Januar 2006 anvisiert. Nähere Informationen zur baulichen Gestaltung finden Sie hier.
Weiterhin ist im Rahmen der Erstellung eines Planungskonzeptes für die Begrünung und Zwischennutzung der brachgefallenen ehemaligen Bahnanlagen und die Um- und Grüngestaltung des Umfeldes auf dem ehemaligen Güterbahnhofgelände Schalke-Süd bereits eine Pflanzaktion mit Schülern einer Hauptschule durchgeführt worden. Darüber hinaus wird ein Workshop mit Anliegern, Planungsbüros, Künstlern und Akteuren im Stadtumbau durchgeführt bei dem das vom Stadtumbaubüro erarbeitete Zwischennutzungskonzept diskutiert, detailliert und ergänzt werden soll. Nähere Informationen finden Sie hier.

Auf Grundlage der bereits im letzten Newsletter bereitgestellten Wohnstudie der Pilotstadt Pirmasens konnte ein neues Impulsprojekt initiiert werden. Unter dem Titel "Wohnen für Generationen" soll im Zuge des Rückbaus veralteter Bausubstanz und dem Neubau neuer Wohnformen ein generationsübergreifendes Wohnangebot geschaffen werden, welches ein gemeinsames Wohnen zwischen Jung und Alt, gleichzeitig aber auch individuelles Wohnen mit hoher Lebens- und Wohnqualität ermöglicht. Einen Informationsflyer zum Vorhaben finden Sie hier.
Eine Projektpräsentation des Finanz- und Baudezernenten Michael Schieler finden Sie hier.

Das so genannte Seeviertel in Salzgitter befindet sich in einer exponierten Lage zwischen der Innenstadt und dem Naherholungsgebiet Salzgittersee. Die städtebauliche Situation des Quartiers, das in den 1960er und 70er Jahren entstanden ist, wird durch drei- bis achtgeschossige Bauten geprägt, die zum Teil erhebliche Leerstände sowie eine veraltete Infrastruktur aufweisen. Im Rahmen des ExWoSt-Forschungsfeldes erfolgt neben dem Rückbau von zwei achtgeschossigen Gebäuden mit je 48 Wohnungen der Umbau und die Umnutzung eines im Quartier gelegenen Einkaufzentrums, das aufgrund seines unwirtschaftlichen Zuschnitts keine Bedeutung für die Nahversorgung mehr hat. Mit dem Rückbau wurde im November 2005 begonnen. Nähere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier.
Begleitet wird das Impulsprojekt Seeviertel durch aktive Stadtteilarbeit. In diesem Zusammenhang wurde im Oktober erstmals eine Stadtteilzeitung für die Bewohner im Quartier erstellt. Diese finden Sie hier.

Im Rahmen des Impulsprojektes Pflegenetzwerk in der Pilotstadt Selb soll ein gesamtstädtisches Netzwerk für Gesundheit und Pflege initiiert werden, das innovative ambulante und stationäre Betreuungs- und Pflegeangebote miteinander verknüpft. Die Umnutzung leer stehender Gebäude ist wichtiger Bestandteil dieses strategischen Ansatzes. Als erster Schritt wurde der Umbau eines ersten Hauses mit elf Wohneinheiten im Stadtteil Vorwerk begonnen, welches in Kürze bezugsfertig hergerichtet sein soll. Das Angebot für Mieter beinhaltet barrierefreies Wohnen, zu dem wahlweise Leistungen des Bayerischen Roten Kreuzes gebucht werden können. Nähere Informationen zum Umbau finden Sie hier.

Unter der Themenstellung "Geschäftsstandort Innenstadt" sieht die Pilotstadt Völklingen verschiedene räumlich begrenzte Um- bzw. Rückbaumaßnahmen innerstädtischer Geschäfts- und Dienstleistungsgebäude auf der Grundlage entsprechender Gebäude-Sanierungskonzepte vor. Im Zuge der Vorbereitungen des Abrisses der Großimmobilie Möbelhaus Storch, der Anfang 2006 erfolgen soll, wurde die Bevölkerung im Rahmen eines so genannten Bürgercafes in die Planungen eingebunden. Das Bürgercafe ist eine spezielle Methode der Bürgerbeteiligung, in welcher Bürger in verschiedenen kleinen Gruppen eine konkrete Fragestellung diskutieren. Informationen zur Methode und zur Veranstaltung finden Sie hier.

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