Stadtumbau West - aktuell

In "Stadtumbau West - aktuell" berichtet die Forschungsagentur drei- bis viermal jährlich über aktuelle Entwicklungen im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West.

 

NACHRICHTEN AUS DER FORSCHUNG

Veröffentlichungen
Der wirtschaftsstrukturelle und demographische Wandel als Ursache der in den westdeutschen Pilotstädten zu beobachtenden Rückentwicklungsprozesse ist nicht auf Deutschland begrenzt, sondern betrifft in unterschiedlichen Facetten viele hoch industrialisierte Länder. Die Forschungsagentur Stadtumbau West hat in diesem Zusammenhang im Auftrag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung eine "Vergleichsstudie zum Stadtumbau anhand von Städtebeispielen aus dem europäischen Ausland" konzipiert und koordiniert. Beteiligt wurden fünf Bearbeiterteams, die zehn unterschiedliche Städte aus England, Frankreich, Italien, Spanien, Dänemark und Schweden fallstudienartig untersuchten und im Rahmen eines gemeinsamen Arbeitsgespräches vertiefend diskutierten. In dem nun vorliegenden Auswertungsbericht wurden auf die Stadtumbau-Praxis in Deutschland übertragbare Ansätze und Anregungen identifiziert und konkrete städtebauliche Projekte aufgezeigt. Die Veröffentlichung ist zu einem Preis von 12,50 EUR zuzüglich Porto beim BBR (selbstverlag@bbr.bund.de) erhältlich.

Ein kurzes Zwischenfazit im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West gibt der dritte Sachstandsbericht der Forschungsagentur. Thematisiert werden neben den Herausforderungen die Handlungsräume und -strategien der 16 Pilotstädte sowie die sich derzeit in der Erarbeitung bzw. Umsetzung befindlichen oder bereits abgeschlossen Konzepte und Projekte. Darüber hinaus wird ein Einblick in die Prozessverläufe der Stadtumbau-Vorhaben gegeben. Den achtseitigen Bericht finden Sie hier.

Kommunales Flächenmanagement hat auch im Stadtumbau seine Bedeutung. Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Bevölkerungs- und Haushaltentwicklung, der veränderten planerischen Rahmenbedingungen und der verschärften kommunalen Haushaltslagen hat das Forum Baulandmanagement Nordrhein-Westfalen das Thema Stadtumbau im Hinblick auf die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren beleuchtet und die Ergebnisse in einer Broschüre zusammengefasst. Das Heft mit dem Titel "Die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Privaten im Rahmen des Stadtumbaus" ist beim Forum Baulandmanagement (http://www.forum-bauland.nrw.de) zu einem Preis von 10,00 EUR zuzüglich Porto erhältlich.

 

Tagungsergebnisse zum Fachöffentlichen Forum Völklingen
Das dritte Fachöffentliche Forum im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West hat am 15. und 16. September 2005 in der Gebläsehalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte stattgefunden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Fragestellung: "Was kann der Stadtumbau West vom europäischen Ausland lernen?", die auf großes Interesse beim Fachpublikum stieß (200 Teilnehmer aus Politik, Stadt- und Landschaftsplanung, Wohnungswirtschaft, Architektur, Wirtschaftsförderung und Wissenschaft). Grundlage der Veranstaltung war eine von der Forschungsagentur Stadtumbau West koordinierte europäische Vergleichsstudie, die Fallstudien des Stadtumbaus in zehn europäischen Strukturkrisestädten umfasst. Unter jeweils thematischen Schwerpunkten wurden sieben dieser Fallstudien vorgestellt und in anschließenden Diskussionsrunden hinsichtlich ihrer Anregungen für die deutsche Stadtumbau-Praxis untersucht. Das Veranstaltungsprogramm finden Sie hier. Die Redetexte und Präsentationen sowie die zusammenfassenden Darstellungen der Podiumsdiskussionen finden Sie hier.

 

NACHRICHTEN AUS DEN PILOTSTÄDTEN

  • Die Pilotstadt Albstadt hat auf ihrer Website ein Stadtumbau-Tagebuch eingerichtet in dem die Fortschritte der Impulsprojekte "Stiegel-Nord" und "Gewerbebrache Riedstraße" sukzessive dokumentiert werden. Das Tagebuch finden Sie auf der Website http://www.albstadt.de in der Rubrik Bauen und Wohnen.

  • In der Pilotstadt Bremen wurde für die hoch verdichtete Wohnsiedlung Osterholz-Tenever ein übergreifendes Freiraumkonzept mit dem Motto "Grün für alle" erarbeitet. Im Vordergrund der konzeptionellen Überlegungen steht der alltägliche Nutz- und Gebrauchswert der Freiräume für möglichst viele Nutzergruppen. Unter diesem Motto soll eine, für die unterschiedlichen Bewohnergruppen (ältere Menschen, Kinder- und Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund etc.) nutz- und erlebbare Gestaltung der Grün- und Freiflächen erfolgen. Die Grundlage hierfür bildet die Schaffung klar abgegrenzter, privater, halböffentlicher und öffentlicher Freiflächen, in denen die von den Bewohnern erwünschten Nutzungen ablesbar sind und die durch ein dichtes Netz attraktiver Wegeverbindungen erschlossen werden. Nähere Informationen des Gutachterteams zum Freiraumkonzept finden Sie hier. Weiterhin wurde eine aktuelle Ausgabe der Quartierszeitung herausgegeben. Den "QuartierBlick" finden Sie hier.

  • In der Pilotstadt Gelsenkirchen stellen Leerstände im Einzelhandel und die damit einhergehende Vernachlässigung des Umfeldes in den Haupteinkaufsbereichen, aber auch in den Wohngebieten der City, insbesondere an den Hauptverkehrsstraßen, ein großes Problem dar. Hinsichtlich des Leerstandsmanagements kommt der Positivgestaltung von leer stehenden Ladenlokalen daher eine große Bedeutung zu. In diesem Zusammenhang ist ein EinzelhandelsInformationsSystem (EIS), erarbeitet worden, das im Rahmen von Stadtumbau West zu einer Informationsplattform über alle Einzelhandels- und Gewerbeobjekte in der Gelsenkirchener Innenstadt weiterentwickelt wird. Weitere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier.

  • Die Pilotstadt Hamburg hat im Rahmen der touristischen Erschließung der inneren Wasserläufe der Elbinsel Wilhelmsburg einen Fähranleger für Fahrgastschiffe und kleinere Boote errichtet, der im Juni eingeweiht und im August offiziell getauft wurde. Informationen zum Vorhaben finden Sie hier.

  • In der Pilotstadt Lübeck wurde 2004 im Auftrag der Stadt und mehrerer Wohnungsunternehmen eine gesamtstädtische Wohnungsmarktanalyse und -prognose auf Grundlage von sekundärstatistischen Analysen und Primärerhebungen erarbeitet. Die Studie finden Sie hier.

  • In der Pilotstadt Oer-Erkenschwick konnte der 1. Bauabschnitt im Projektgebiet "Schillerpark" fertig gestellt werden. Der erste von insgesamt drei Blöcken wurde nach Rückbau von 40 Wohneinheiten, umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen und dem Bau einer Penthousewohnung neu bezogen. Nähere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

  • In der Pilotstadt Pirmasens ist zur Vorbereitung des Impulsprojektes "Wohnen" eine umfassende Wohnungsmarktanalyse vorgenommen und eine Prognose der Wohnungsnachfrage erstellt worden. Die Wohnbaustudie finden Sie hier.

  • Der Zweckverband der Pilotkommunen Schwalm-Eder-West hat unter dem Motto "Kein Ende der Geschichte - Dörfer im Wandel" eine Kunstausstellung mit dem Hintergrund der exemplarischen Wiederbelebung und Vernetzung des Ortskerns Neuental-Schlierbach organisiert. Begleitend dazu wurde ein Symposium zu Strukturwandel und Kulturarbeit im ländlichen Raum ausgerichtet. Näher Informationen zum Vorhaben finden Sie hier. Darüber hinaus wurde in Schwalm-Eder-West ein Bürger-Ideenwettbewerb ausgelobt, der darauf abzielt, Projekte und Aktionen zu unterstützen, die einen Beitrag zur familienfreundlichen Gestaltung der Region leisten können. Nähere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier.

  • Im Juli 2005 sind den Bürgern der Pilotkommune Wildflecken im Rahmen eines zweitägigen Dorffestes unter dem Motto "Wilder Sommer 2005" die Stadtumbau-Vorhaben präsentiert worden. Die in diesem Zusammenhang entwickelte Stadtumbau-Ausstellung finden Sie hier.

  • In der Pilotstadt Wilhelmshaven wurde das Stadtumbaukonzept fertig gestellt. Das Konzept basiert auf den Ergebnissen des gesamtstädtischen Zukunftsdialogs und enthält integrierte Handlungsempfehlungen für den Stadtumbau in Wilhelmshaven. Das Stadtumbaukonzept finden Sie hier. Darüber hinaus hat die Stadt Wilhelmshaven zusammen mit drei Privatunternehmen eine - bereits auch in anderen Pilotstädten diskutierte - öffentlich-private Entwicklungsgesellschaft gegründet, die den Stadtumbau in einem von vielen einzelnen Eigentümern geprägten innenstadtnahen Quartier unterstützen soll. Nähere Informationen zur Entwicklungsgesellschaft und ihren Zielen finden Sie hier.

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